Saisonauftakt: Raceday beim Heidesee Triathlon in Forst

Endlich, endlich war es gestern soweit: Meine Triathlon-Saison startete bei der verkürzten Olympischen Distanz in Forst. Nachdem im Winter und auch in den vergangenen Wochen vor allem das Radfahren im Vordergrund stand, war ich heute gespannt, wie ich alle drei Disziplinen unter einen Hut bringen würde.

Freund Triathlet und ich waren in der zweiten Startgruppe eingeteilt, um 13:50 Uhr sollte es losgehen. Etwas ungünstig war die Uhrzeit im Hinblick auf das Mittagessen. Also noch ne Tubber-Schüssel voll mit Porridge gerichtet und los ging es über den Rhein. Immer wieder ging der Blick auch auf den Wetterbericht. In den letzten Tagen sah die Vorhersage nicht allzu gut aus, teilweise mit Gewitter in Aussicht. Das besserte sich dann aber alles und nachdem es Sonntagvormittag noch regnete, war es zu unserer Startzeit zwar kühl und windig, aber trocken.

Um 13:50 fiel der Startschuss, natürlich war bei den Temperaturen das Tragen des Neoprenanzugs erlaubt. Ich war nicht allzu häufig schwimmen über den Winter, lediglich einmal (manchmal zwei Mal) die Woche. Im Blick hatte ich eine Zeit unter 26 Minuten – für mich wäre das schon klasse und auch im Hinblick auf Kraichgau und Luxemburg eine sinnvolle Pace. Beim Start ging es wie immer bei einem Massenstart ziemlich ruppig zu und hier passierte es mir zum ersten Mal in meiner Triathlon-„Karriere“, dass ich einen ordentlichen Schlag auf die Nase abbekam. Glücklicherweise bin ich bisher im Freiwasser oder in schwimmenden Menschenmassen noch nie panisch gewesen, so auch jetzt nicht. Ich orientierte mich kurz, um nicht noch einen Treffer abzubekommen und schwamm dann sofort meinen Rhythmus weiter. Ich hatte das Gefühl, dass ich sehr gleichmäßig schwamm, auch das Orientieren klappte gut. Nach 25,59.3 stieg ich aus dem Wasser. Punktlandung.

Auf das Radfahren war ich sehr gespannt – und auch angespannt. Es ist meine Angstdisziplin. Vom Ein- und Ausklicken über die Geschwindigkeiten bei Abfahrten oder Kurven und (Schindel)Berge fahren mache ich mir über so ziemlich alles (zu) viele Gedanken. Samstags waren Freund Triathlet und ich noch eine gemütliche >80km-Tour fahren, so wusste ich auch nicht genau, auf was meine Beine so Lust hatten. Klasse wäre es, unter 1:10 bleiben zu können. Einen Vorteil hat meine Gewichtsklasse ja auch: ich friere selten. So reichte mir auch auf dem Rad im ordentlichen Wind der Triathloneinteiler. Vor allem auf dem Weg zum zweiten Wendepunkt und zurück in Richtung Wechselzone windete es schon sehr. Die ersten 3 KM fuhr ich zu schnell an. Da alles ein Test in Richtung Luxemburg war, nahm ich etwas raus und versuchte, so gleichmäßig wie möglich zu fahren. Mit der Aeroposition habe ich vor allem wenn es sehr windig ist, noch meine Probleme (wie gesagt: Angstdisziplin), aber das legt sich mit Sicherheit, wenn ich bei allen anderen Baustellen etwas sicherer bin. Nach 1:05:41 stieg ich vom Bike und war sehr zufrieden.

Auch das Laufen ließ sich gut an. Drei Mal musste die 2,5KM-Runde absolviert werden, sie war recht abwechslungsreich und man konnte sie sich gut einteilen. Außerdem gab es eine Verpflegungsstelle, die mir für´s nächste Jahr eine Rieslingschorle versprochen haben!

Obwohl das Laufen die Disziplin ist, in der ich die meiste Erfahrung habe, verliere ich hier im Vergleich die meiste Zeit. Ist die Laterne bei Schwimmen und Radfahren hellrot, so ist sie beim Laufen dunkelrot und ich verliere einiges an Minuten auf die nächsten Läufer. War in diesem Fall nicht schlimm, da ich eine Pace gefunden hatte, die ich noch hätte weiter laufen können (weil Test für MD und so), aber grundsätzlich möchte daran arbeiten. Nach 2:37:35 hatte ich meinen ersten Triathlon in diesem Jahr gefinisht.

IMG_4375
Was will uns diese Schilderkombination sagen…?

Fazit: Eine super tolle und sehr professionell organisierte Veranstaltung mit super netten Helfern, die geduldig auf die letzte Finisherin gewartet haben 😉 Ich hab mich total gefreut, so viele bekannte Gesichter zu sehen, teilweise habe ich aber auch erst im Nachhinein wahr genommen, dass mich jemand bekanntes angefeuert hat – sorry, dass ich nicht reagiert habe, ich habe aber trotzdem alles mitbekommen. Danke dafür! Auch vom Gesamtbild passt alles. Ich zweifle ja immer noch wie es mit der MD passt, aber das soll wohl so sein. Ein guter Einstieg und Test war der Heidesee Triathlon allemal!

Advertisements

3 Gedanken zu „Saisonauftakt: Raceday beim Heidesee Triathlon in Forst

    1. dierennschnecke

      1km-32-7,5km. Etwas kürzer als die klassische Olympische Distanz, etwas länger als eine Sprintdistanz. An Sprintdistanzen kann ich vor allem den Stutensee Triathlon oder die Jedermann- und Sprintdistanz beim Summertime Triathlon empfehlen 👍🏼😊

      Gefällt 1 Person

  1. Pingback: Heidesee Triathlon 2018 – mweihrauch.de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s