To zwift or not to zwift?

 

Zwift. Einfach, knapp und momentan sehr gehyped. Virtuelle Radausflüge durch London, Richmond oder Watopia lassen sich auf vielen Social Media-Accounts verfolgen. Auch ich bin sehr oft am „zwiften“. Was ist das eigentlich? Bringt es was? Und vor allem: wie funktioniert es?

„Nothing beats the outsdoors“. Jap. Definitiv. Dennoch bin ich sehr froh, dass mit Zwift eine Alternative fürs Rollentraining bereit steht, die eben jenes etwas weniger fad und langwierig gestaltet.

Was ist Zwift?

Wirklich vorstellen brauche ich Zwift wohl nicht mehr. Daher nur kurz: Zwift ist eine App, die eine virtuelle Welt zu Verfügung stellt, in der man via gekoppeltem Rollentrainer mit anderen Sportlern trainieren, Rennen austragen oder einfach an den so genannten „social rides“ teilnehmen kann. Die App funktioniert für Endgeräte wie iPad, iPhone, Mac oder PC. Die Verbindung wird per Bluetooth oder Ant+ hergestellt. Entweder benötigt man hierfür einen Smarttrainer, ein Powermeter mit den entsprechenden Verbindungsmöglichkeiten oder man pimpt, wie ich, seine günstige Radrolle auf.

Mein Setup – Zwift for a Budget

Ich habe seit zwei Jahren eine Tacx-Rolle, den Blue Matic. Eine einfache Rolle, mit 10 regelbaren Widerstands-Stärken. Nicht smart, far from that. Nach dem Kauf meinen ersten Triathlonrads war eine Smartrolle nicht drin, also was tun? Mit dem Trittfrequenz- und Speedsensor t2015 von Tacx habe ich die Rolle aufgepimpt. Es funktioniert aber auch jeder andere Bluetooth- oder Ant+-fähige Sensor.

 

Welcome to Watopia. Noch nicht ganz. Erst müssen die Sensoren (dazu kann auch ein Pulsgurt gehören) mit dem Endgerät gekoppelt werden. Dies funktioniert über folgendes Menü:

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Oben links wird die Bluetooth-Verbindung gesucht, man wählt entsprechend des Setups aus, welche Sensoren aktiviert werden sollen. Diese färben sich bei erfolgter Verbindung dann blau.

Für eine Koppelung an iPhone oder iPad reicht die klassische Zwift-App. Eine direkte Verbindung zum PC ist nur über Ant+ möglich, möchte man über Bluetooth zwiften, benötigt man zudem noch die Mobile Link App, die als eine Art Relay funktioniert.

 

Ich habe dann meinen Laptop noch per HDMI an den TV verbunden. Größer macht einfach mehr Spaß 😉 Die Mobile Link App kann zudem als „Fernbedienung“ für Richtungswechsel und Unterhaltungen im Chat genutzt werden, so dass der Laptop nicht direkt am Rad stehen muss.

Was bringt’s?

Spaß. Das in allererster Linie. Es ist mir noch nie so leicht gefallen, auf der Radrolle zu trainieren. Meine längste Fahrt mit Zwift war über zwei Stunden – vorher unvorstellbar. Und nein: ich werde von Zwift nicht bezahlt 😉

Zudem gibt es in Zwift verschiedene Trainingseinheiten, FTP-Builder und -Tests, Rennen, social und Charity rides sowie gemeinsame Trainings. Die Trainingseinheiten kann man sich je nach verfügbarer Zeit oder Trainingsziel auswählen, ebenso wie die Strecken.
Drei virtuelle Welten gibt es: London, Richmond oder Watopia. Im Kalender in App oder Blog ist erkennbar, welche Welt gerade online ist.

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Interface Zwift

Anhand eines Algorithmus in Kombination mit Gewicht, Kadenz und Speed gibt Zwift mir doch tatsächlich Wattwerte aus, die anhand meiner Erfahrungen in freier Wildbahn sehr realistisch sind. Ich habe also auch Vergleichsmöglichkeiten, wie sich meine Leistung entwickelt.

Belohnungen für Achievments wie die Mount Everest-Challenge (Höhenmeter klettern entsprechend der Höhe des höchsten Berges der Welt: 8848m) feuern die Motivation natürlich entsprechend an. Keep on grinding!

Klickbare Infos

Zwift ist als monatlich kündbares Abo erhältlich. Etwas Ärger verursachte in der Community die Preiserhöhung von 50% (9 Dollar auf 14 Dollar). Ist natürlich eine Menge, für mich aber noch ok.

Weitere hilfreiche Infos gibt es auf dem ZwiftBlog (jetzt Zwiftinsider) oder auf der offiziellen Zwiftseite. Zudem sind auch die Facebook-Gruppen Zwift Riders und Zwift Riders Germany sehr hilfreich.

In den Wintermonaten werde ich Zwift sicher sehr oft nutzen, bevor es wieder nach draußen geht.

Bei weiteren Fragen: Immer her damit!

In diesem Sinne: Ride on!

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Verfasst von

Rennschnecke und Historikerin aus Leidenschaft 5k - 42k & Triathlon Newbie

Ein Kommentar zu „To zwift or not to zwift?

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