My Road to Frankfurt – From There to Here

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Heute war ich das letzte Mal Sonntags unterwegs – in sieben Tagen stehe ich dann hoffentlich (bloß nicht krank werden!) an der Startlinie meines ersten Marathons. Eine große Aufgabe, ein großes Abenteuer – nicht nur der Lauf selbst, auch die Vorbereitung.

Am Freitag hat eine Kollegin mitbekommen, dass ich in Frankfurt versuchen werde, meinen ersten Marathon zu laufen. Anscheinend war sie einigermaßen beeindruckt und  fragte: „Wie kommt man denn dazu, das ist doch so eine krasse Strecke?“. Und so habe ich mir heute während des Laufs Gedanken gemacht und quasi meine gesamte „Läuferkarriere“ Revue passieren lassen. Denn: die wenigsten werden wohl gleich zu Beginn wissen, dass sie irgendwann einmal einen Marathon laufen möchten.

Angefangen hat 2014 alles in Karlsruhe-Neureut mit einer 2,8km Runde. Das war für mich schon ein persönlicher Mount Everest, diese Strecke zu schaffen. Und trotz Übergewichts konnte ich schon beim zweiten Versuch die Strecke komplett durchlaufen. Dann wurde die Strecke länger. Erst 3,3 Kilometer, dann, nach 2 Monaten mich einmal auf die 5km-Runde getraut. Ewig lange 45 Minuten hat das gedauert. Im Februar 2015 bin ich das erste Mal 10Km gelaufen – und habe mich gleich danach für meinen ersten Halbmarathon in Karlsruhe im September desselben Jahres angemeldet. Ziemlich gequält habe ich mich damals, als letzte Frau des Feldes. Aber ich hatte Blut und Schweiß geleckt. Es war nicht mein letzter Halbmarathon. Auch 5km und 10km-Läufe standen auf dem Programm. Wer rastet, der rostet. Ich wollte nicht wieder zur Couch Potato werden, das war meine Motivation. 2016 dann die ersten Triathlons, und auch im Trainings wurde die 21Km-Strecke öfter gelaufen. Letztes Jahr, als Freund Triathlet dann in Frankfurt seinen ersten Marathon lief (seinen Bericht findet ihr HIER ), war es auch um mich geschehen. In der Festhalle hat mich die Stimmung dermaßen gepackt, dass ich mich noch vor Ort, mit dem Handy angemeldet habe. Hinter mir: Bereits einige Halbmarathons. Vor mir: meine größte sportliche Herausforderung bisher.

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Ohne Worte

Es ist ein Weg, eine Entwicklung, quasi eine Quest. Eine Herausforderung, während der ein Held (oder eine Heldin) Abenteuer bestehen muss, kämpfen muss, Schwierigkeiten durchlebt und am Ende, allen Widrigkeiten zum Trotz, obsiegt. Ein Marathon hat etwas mythisches, das bedingt schon seine Entstehungsgeschichte. Er hat etwas episches, erzählt von Helden, die fallen und Helden, die siegen. Er fordert und inspiriert. Er erzählt von einem Weg, der nicht 12 oder 16 Wochen dauert, sondern der viel früher beginnt. Zu einem Zeitpunkt beginnt, an dem ein Sportler vielleicht sogar noch gar nicht damit rechnet und noch gar nicht wissen kann, wohin ihn der Weg führt.

Ich hoffe, dass ich nächste Woche meine Herausforderung zu Ende bringen kann. Es wird sicherlich hart, sehr hart. Das Training war lang, hart und fordernd. Um einen Marathon zu laufen, muss man „Ja“ sagen, wenn andere „Nein“ sagen. Ich gehe in mich und hoffe, dass ich den letzten und schwersten Teil dieses Weges, die 42Km durch Frankfurt, auch bestehen werde. Wish me luck!

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Verfasst von

Rennschnecke und Historikerin aus Leidenschaft 5k - HM & Triathlon Newbie

6 Kommentare zu „My Road to Frankfurt – From There to Here

  1. Ich wünsche Dir ganz viel gluck, Gesundheit und Spaß für Deinen Marathon.
    Du schaffst es!

    Meinen ersten und zweiten Marathon habe ich auch dieses Jahr geschafft. Als ich bei Kilometer 22 Krämpfe bekommen habe, dachte ich nicht, dass ich es schaffe. Die letzte Kurve und dann der Blick auf das Brandenburger Tor. Wahnsinn! Ich habe es tatsächlich geschafft. Meine Zeit war dann auch noch ok für mich.

    Genieße den Lauf! Überzocke nicht!

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    1. Ich halt dir auch alle Daumen, sofern Schnecken solche haben (bin ja auch eine Schnecke – lumacagabi)!!
      Und das mit dem Krankwerden ist so eine Sache … bin zwar noch nie wirklich krank geworden vor einem Event (klopf auf Holz) … aber fühle mich regelmäßig krank, fiebrig, ohrenweh … beim fiebermessen regelmäßig erhöhte temperatur … und die wettkämpfe gehen immer super … also ja nicht fiebermessen …

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  2. Hallo
    Ich lese Deine Berichte immer sehr gerne 😆 ich vergleiche meine Laufkarriere auch etwas mit der von 2014 als Couchpotato mit 117kg angefangen etwas für meine Gesundheit zu tun es fing fut an ich fing an mal meine Kalorien zu zählen und war erschrocken ich entschloss mich anfangen zu laufen ubd verfiel den Laufsport angefangen mit 5 km und vielen gehpausen …
    im Sommer ließ ich mich überreden am Sylvesterlauf bei den Sportfreunden mitzumachen …. ich meldete mich an und ich Trainierte 10 km war da für mich nicht machbar …
    SYLVESTERLAUF war ich dann bei 71 minuten im Ziel und war mächtig stolz.Ich blieb beim Laufen und meine 10 km zeit ist aktuell bei unter 60 minuten mein Ziel(Traum) ist es nächstes Jahr den Baden Halbmarathon on 2 stunden zu schaffen.
    Auch ich habe 2017 die Leidenschaft des Swim,Bike und Run entdeckt mal gespannt was 2018 kommt, den Marathon hast Du mir dann ab nächsten Sonntag vorraus wünsche Dir viel Erfolg und vor allem viel Spaß Du packst das 👍💪👍💪👍💪🏃🏃🏃🏃👍

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  3. Mach auf jeden Fall langsam, genieße das Drumherum in vollen Zügen und denke immer daran, dass Dich in der Festhalle ein grandioser Zieleinlauf erwartet.
    Ich wünsche Dir ganz, ganz viel Spaß und vor allem die Gelassenheit es durch zuziehen. Es lohnt sich auf jeden Fall.
    Die Daumen sind gedrückt!

    Gruß Gerd

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