Testbericht Hoka One One Arahi

24002400_ARAHI WS1016259-VPNF_01Der Arahi ist der erste Stabilschuh des französischen Herstellers Hoka One One. Wer den Clifton kennt, kann sich den Arahi als die stabile Variante des beliebten Marathonschuhs vorstellen. Bisher gelaufen bin ich von Hoka One One den Conquest 2 und den Clifton 3.

Im Zuge meiner Marathonvorbereitung hatte ich die Möglichkeit, den Arahi zu testen. Wie ich den Schuh einschätze, könnt Ihr im Folgenden nachlesen.

Der erste Eindruck

Der Arahi fühlt sich beim ersten Anziehen nicht anders an als der Clifton, die Pronationsstütze, die durch die verstärkte Sohle an der Innenseite entsteht, kommt erst beim Laufen so richtig zur Geltung. Die Stabilität wird also nicht durch eine punktuelle Stütze, sondern eine Verstärkung der Sohle an den relevanten Punkten erreicht. Ich bin schon Schuhe anderer Hersteller gelaufen, bei denen ich mich an die Pronationsstütze erst gewöhnen musste (ich habe am Anfang meiner „Läuferkarriere“ stark überproniert, was sich mittlerweile durch das Training deutlich gelegt hat), beim Arahi war das nicht so. Von der Passform her habe ich den Eindruck, dass der Arahi auf Leisten konstruiert ist, die den meisten Läufern passen sollten.

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Hier beim Männer-Modell des Arahi ist die stützende J-Frame-Technologie in Orange sehr gut zu erkennen

 

Testläufe

Gelaufen bin ich den Arahi auf geteerten Wegen, Feldwegen, Schotter und auch auf Waldwegen. Letztere gehören nicht zum bevorzugten Untergrund, auf dem der Arahi gerne läuft. Durch die extreme Dämpfung in Kombination mit weichem Waldboden muss man sehr viel mehr Kraft aufwenden, um vorwärts zu kommen. Vielleicht haben hier leichtere Läufer einen anderen Eindruck. Aud den anderen Untergünden: läuft. Ein sehr direktes Laufgefühl vermittelt der Arahi nicht, dennoch sind auch Tempoläufe und Intervalle kein Problem. Die langen langsamen Läufe sowieso nicht. Praktisch aus Sicht einer Triathletin ist auch die Einstiegshilfe an der Ferse – Schnellschnürung rein und los geht’s!

Angenehm ist auch die nahtlose Verarbeitung des Obermaterials sowie die elastischen Schnürsenkel, die ja mittlerweile von den meisten Herstellern verwendet werden. Blasen oder Druckstellen hatte ich keine.

Wem würde ich den Arahi empfehlen:

  • Allen Läufern, die auf der Suche nach dem optimalen Mix aus Dämpfung und Stabilität sind. Ein direktes Laufgefühl vermittelt der Arahi nicht.
  • auch: Laufanfängern und Neutralläufern, die vielleicht aufgrund der längeren Strecken Stabilität bevorzugen
  • Aufgrund der ausgeprägten Dämpfung ist der Arahi auch für schwere Läufer gut geeignet.

Ein Fazit in Schlagworten

Sehr gute Dämpfung, gute Stabilität, für mich auf allen Streckenlängen zu Hause (für leichtere Läufer vielleicht eher auf Strecken ab Halbmarathon), ein guter Begleiter in der Marathonvorbereitung. Ein deutlicher Kandidat für den Einsatz in FFM.

Gelaufen wurde der Arahi auf meinen neuen Hausstrecken in und um Rheinzabern und im Bienwald: Waldwege, kurze Schotterwege, geteerte Straßen und Wege. Ich bin den Schuh bisher ca. 121 km gelaufen, unterbrochen durch meine Erkrankung im Juni. Zwischen 5km und langen Läufen über 2,5 Stunden waren die Strecken, auf denen der Arahi während des Testens gelaufen wurde.

Der Arahi wiegt in der Größe 42 2/3 230 Gramm und hat eine Sprengung von 5mm.

Der Arahi wurde mir von Hoka One One zur Verfügung gestellt. Dies hat keinerlei Einfluss auf meinen Testbericht.

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Verfasst von

Rennschnecke und Historikerin aus Leidenschaft 5k - HM & Triathlon Newbie

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