2016 – Ein Jahr mit 10 Monaten

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Nein! Schoko-Nikoläuse im August! Sommerwetter im Herbst! Ein Jahresrückblick im Oktober! Da stimmt was nicht! Nein, es stimmt alles. Dieses Jahr steht in den letzten beiden Monaten des Jahres etwas außergewöhnliches an, nämlich unser Hausbau. Und außergewöhnliche Ereignisse erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. (Na gut, eigentlich liegt es lediglich daran, dass der Hausbau an sich von Natur aus recht stressig ist und die sportlichen Ziele für dieses Jahr abgehakt sind)

Das Jahr begann sportlich für mich im April in Freiburg beim Halbmarathon. Freiburg ist meine zweite Heimat, ich war sehr gerne dort während meines Studiums zu Hause und so freute ich mich, dieses Jahr nicht nur als Zuschauern durch die Schwarzwaldmetropole zu wetzen. Haha. Freund Triathlet war als Wasserträger, Pacer und Motivator dabei und löste vor allem die erste Aufgabe mit lautstarker Unterstützung der Zuschauer bravourös! Der Freiburger Halbmarathon ist nicht ganz eben, die ersten 12km geht es stetig aufwärts. Ich hatte das wohl etwas unterschätzt, ging zu schnell an und war am Ende froh, mit Hilfe von Freund Motivator das Ziel zu erreichen. Eine tolle Veranstaltung, super organisiert, eine abwechslungsreiche Strecke durch die tolle Freiburger Innenstadt und in Richtung Littenweiler auch an der Dreisam entlang.

 

Danach folgte ein kurzes Intermezzo bei unserem „Heimvolkslauf“ in Karlsruhe-Neureut. Die 5km wollte ich mal wieder angehen. Es lief super, 6:40er-Pace bis 200m vor dem Ziel. Ja. Doof. Musste kurz in einen Vorgarten abbiegen, weil mein Magen nicht mehr wollte, da „rien ne vas plus“. Ich habe alles gegeben – eine neue Bestzeit gab es dennoch!

Im Mai stand der nächste Halbmarathon auf dem Programm, der SRH Dämmermarathon in Monnem! Longer! Paradeplatz! Kurpalz! Zuvor hatte ich in einem Trainingshalbmarathon schon inoffiziell meine Bestzeit verbessert, das sollte nun offiziell bestätigt werden. Ja – Endlich! Ein toller Lauf in Mannheim: verhalten angegangen und am Ende noch genug Körner gehabt, um andere Läufer einzusammeln. Unglaublich, das hatte ich noch nie! Ab KM 14-15 konnte ich immer wieder Läufer überholen. Wie motivierend ist das denn! Mehr als 10 Minuten schneller als in Freiburg. Grandios ist der Zieleinlauf am Wasserturm. Monnem, isch kum widder!!

 

Zwischendurch gab es noch Laufevents wie den IronGirls Frauenlauf am Ironman-Wochenende im Kraichgau über 5km (nochmal Bestzeit!), den B2Run in Karlsruhe und den Stadtwerkelauf, ebenfalls in KA. Nicht immer ging es um Zeiten, beim B2Run auch einfach darum, rauchenden Mitläufern auszuweichen…Ach, Hauptsache es macht Spaß!

 

Danach startete ich in meine erste Triathlon-Saison. Ich wollte es nicht an die große Glocke hängen, aber mein erster schwimmender, radelnder und laufender Einsatz war in Stutensee. Aufgeregt war ich. Wie würde ich mit dem Schwimmen klar kommen? Mit den Wechseln? Und würde das ganze Eqipment in mein Auto passen? 😉 Was die Zeiten angeht hatte ich mir nicht vorgenommen außer die Ziellinie zu sehen. Hat geklappt! Wow! Das hat Spaß gemacht! Eine tolle familiäre, sehr gut organisierte Veranstaltung. Später am Abend, beim Blick auf die Ergebnisliste konnte ich es kaum glauben: Platz 3 in meiner AK. Und natürlich die Siegerehrung verpasst. Die Medaille habe ich mir ein paar Tage später abholen können.

 

Sieben Tage später folgte mein zweiter Triathlon in Rheinstetten. Erste Disziplin: Anmeldung. Anfang 2016 waren die Startplätze innerhalb von 12 Minuten vergeben. Und ich hatte einen davon! Der Triathlon in Rheinstetten war ebenso toll wie die veranstaltung in Stutensee eine Woche zuvor, etwas professioneller in Ablauf und Organisation, wenn überhaupt etwas hervor zu heben wäre. Tolles Publikum, tolle Strecke und tolle Anfeuerung von meiner Familie, Hund Julio, Freund Marcus und befreundeten Chickens. Wenn ich bei der Anmeldung schnell genug bin, bin ich nächstes Jahr wieder dabei!

 

Gelernt habe ich am meisten bei der unsäglichen Geschichte, die mir während des Summertime Triathlons passiert ist. Ich bin immer noch recht perplex und ungläubig ob der vielen positiven Rückmeldungen, die ich bekommen habe. Berührt haben mich viele persönliche Geschichten und die Erkenntnis, dass viele Sportler mit ähnlichen Ängsten und Erlebnissen zu kämpfen haben oder hatten. Ich habe nicht nur gelernt, dass es absolut in Ordnung ist, sich über Beleidigungen zu ärgern, sondern auch erfahren, wie unterschiedlich die Geschichte interpretiert wurde. Ich bin lieber so wie ich bin, lasse Dinge an mich heran und wieder heraus als pseudo-cool so zu tun als tangiere es mich nicht. Am Ende ist es doch so: wenn wir dafür plädieren, die unterschiedlichsten Menschen bei ihren sportlichen Vorhaben zu unterstützen, so müssen wir auch unterschiedliche emotionale Herangehensweisen akzeptieren, und das ohne zu werten, ob jemand mehr oder weniger im Leben steht, weil er emotionaler reagiert. Was für den einen ok ist, ist für den anderen ein No-Go. Ist wohl viel schwerer, da viel abstrakter, aber es ist es definitiv wert! Was bleibt? Einfach die schlichte Erkenntnis, dass ich immer noch gerne schwimme, radle und laufe. Und viele tolle neue Bekanntschaften schließen dufte.

Sportlich gesehen war ich beim Summertime Triathlon schon etwas müde. Es waren zwar alles Sprintdistanzen, aber innerhalb noch nicht mal eines Monats drei davon war doch recht Kräfte zehrend. Für mich. So war es in Karldorf-Neuthard doch recht zäh: beim Schwimmen kam ich kaum in meinen Rhythmus, das Radfahren lief dafür umso besser, und beim Laufen war ich einfach nur noch k.o.. Unendlich froh war ich, endlich das Ziel zu sehen. Großer Applaus für Marcus, der seine erste Olympische Distanz finishen konnte: Klick

 

Eine wichtige Lektion lernte ich auch beim Halbmarathon in Karlsruhe: DNF tut nicht weh. Zumindest wenn es besser für die Gesundheit ist. Deutlich war ich auf Bestzeit-Kurs. Ich hätte auch gehen können und wäre noch schneller als in Mannheim gewesen. Bei KM15 fing ich an zu frösteln und hatte Kopfschmerzen. Deutliche Zeichen, dass das Weitermachen sinnlos war und so stieg ich nach 16km aus. Der nächste Halbmarathon kommt bestimmt, mein Geld verdiene ich nicht mit dem Laufen und so freue ich mich im nächsten Jahr auf die letzten 5km in Karlsruhe. Die Verlegung der Veranstaltung an die Messe war durchweg positiv, lediglich die Lautstärke am Zieleinlauf (das Medi-Zelt war direkt nebendran 😉 ) war deutlich too much.

 

Das sportliche Jahr wurde mit einer neuen Bestzeit über 10km beendet. Der Hardtwaldlauf in Karlsruhe startet quasi vor unserer Haustür und führte über unsere Heimstrecken im Hardtwald, Freund Marcus machte die Pace und ich konnte meine bestzeit um knapp zwei Minuten unterbieten.

Natürlich werde ich bis Ende des Jahres laufen, trainieren, Gas geben. Doch das Häusle bauen steht im Vordergrund. Ich würde gerne bei der Winterlaufserie in Rheinzabern mitmachen oder auch beim Schlossparklauf am hübsch-hässlichen Wildparkstadion, doch das werde ich alles spontan entscheiden zwischen Mutterboden verteilen und Laminat verlegen.

2017 steht einiges an, Halbmarathons, 10km-Läufe und vor allem der 5150 im Kraichgau. Ich bin gespannt, freue mich auf unsere neue Homebase und auf viele neue tolle Erlebnisse!

 

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Verfasst von

Rennschnecke und Historikerin aus Leidenschaft 5k - HM & Triathlon Newbie

8 Kommentare zu „2016 – Ein Jahr mit 10 Monaten

  1. Viel Erfolg beim Häusle bauen! 🙂

    Ich habe das letztes Jahr hinter mich gebracht, was von den Kilometern her dann auch ein „schlechteres“ Laufjahr war. Der Stress hat sich aber gelohnt und man findet ja immer Zeit für den einen oder anderen Lauf…

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  2. Alles Gute beim Hausbau! Das ist sicher Ganzkörpertraining pur … Und der Sport läuft nicht weg …
    „Rennschnecke“ hihi, da haben wir was gemeinsam … mein Name ist nämlich „lumacagabi“ – Schneckegabi und manchmal wähle ich als Profilbild eine Schnecke auf Rollschuhen, die dahindüst … 🙂 🙂

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  3. Ah, ich habe deinen tollen Blog jetzt erst entdeckt und gleich mal in meine Leseliste gepackt.
    Wow, Gratulation zu einem so erfolgreichen und sportlichen Jahr!

    Und natürlich alles Gute bei eurem Hausbau – seid ihr schon fertig? Wir haben dieses Jahr ebenfalls gebaut und das hat so unglaublich viel Zeit und Energie gefressen, dass sich mein Trainingsumfang schon gar nicht mehr so nennen mag. :o) Im Januar ziehen wir aber endlich um und dann wird wieder mehr gelaufen.

    Liebe Grüße
    Anne

    Gefällt 1 Person

    1. Hi Anne, vielen lieben Dank für deine netten Zeilen. Ja, wir sind fertig. Fix und fertig mit den Nerven. Nein, Spaß – ein wenig schon, aber seit einer Woche eingezogen. Ich drück euch die Daumen für den Umzug!! LG, Christina

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