Der etwas andere Rennbericht

Liebe ignorante Vollhonks,

das hier ist für Euch!

Als ich mich vergangenen Sonntag auf den Weg nach Karlsdorf-Neuthard machte, um dort beim Summertime Triathlon auf der Sprintdistanz zu starten, war ich gut drauf. Ich freute mich, war gespannt, aufgeregt. Das Foto zeigt mich vor dem Rennen, kurz vorm Einrichten der Wechselzone 2. Da war die Welt noch in Ordnung und ich freute mich einfach nur auf meinen dritten Triathlon.

Es war zu Beginn der Radstrecke, als ein Zuschauer die Anweisungen des Streckenpostens ignorierte und mir beim Überqueren der Straße fast ins Rad lief. „Achtung, das hier ist immer noch ein Wettkampf!“, rief ich ihm zu. Er schrie mich an: „Halt’s Maul, du fette Sau!!“. Ich fuhr weiter. Und weinte. Beim Wendepunkt der Radstrecke lachten mich Zuschauer lauthals aus, sie verstecken es noch nicht einmal. Es war auf der zweiten Laufrunde, als ein älterer Herr, an dem ich ja schon in der ersten Runde vorbei gelaufen war, mir hinterherruft: „Super, ist schon weniger dran jetzt!“ und sich einen Ast lacht. Mir kamen die Tränen, ich war total panisch, hätte mich am liebsten im Gebüsch versteckt, die Startnummer weggeworfen, alles, nur nicht in dieses Stadion einlaufen, mich vielleicht nochmal irgendwelchen dummen Kommentaren aussetzen.

Liebe ignorante Vollhonks, ist Euch eigentlich klar, was ihr mir solch dämlichen, unreflektierten – kurz: einfach saudummen Äußerungen anrichtet?!?! Ihr nehmt Menschen nicht nur einfach den Spaß an einer sportlichen Aktivität, ihr nehmt Würde, ihr seid respektlos, ihr diskriminiert. Ihr beurteilt eine Leistung, die ihr selber nicht bringt. Richtig gehört: Ihr.Bringt.Es.Nicht. Ihr steht am Rand der Strecke, ihr hört meine Geschichte in der Frühstückspause, aber ihr selbst seid es nicht, die in diesem Moment eine sportliche Leistung erbringt. Hinter dieser Leistung, egal wie schnell, steckt Disziplin, Training, Anstrengung. Zeit. Ihr seht einen Menschen in einer speziellen, fast schon intimen Situation. Jemand läuft an euch vorbei, treibt Sport – in Klamotten, die nichts kaschieren, ungeschminkt, ohne Schutz. Er ist euch ausgeliefert und ihr tretet einfach zu. Ist das toll, souverän, aufbauend?! Nein. Wie würdet ihr euch fühlen, hm?! Goldene Regel. Einfach mal googeln.

Es sind nicht nur Äußerungen während eines Wettkampfs, die es mir schwer machen. „Müsstest Du nicht total schlank sein, bei all dem Sport, den du treibst?“, fragte mich letztens eine Kollegin. Und eine andere bemerkte zu meiner Äußerung, dass vielleicht in naher Zukunft eine Hochzeit anstünde, dass es ja auch für füllige Bräute tolle Kleider gäbe. Ja, auch ihr seid ignorante Vollhonks. Nach diesem Wochenende möchte ich auch euch gerade nicht sehen.

Ich habe in den vergangenen Jahren weit über 20kg abgenommen, die -30kg purzeln bald, ich fühle mich gut, gesund, fit. Statt in eine Kleidergröße jenseits der 50 trage ich eine 42, wenn ich Glück habe auch ab und an eine 40. Aber ihr seht das nicht. Ihr macht es mir madig, Sport zu treiben. Und vor allem macht ihr es mir madig, Euch davon zu erzählen, meine Geschichten und Erlebnisse zu teilen.

Ich habe in den letzten Tagen viel Unterstützung und Positives erfahren, jenseits einfach daher gesagter Floskeln waren alle Äußerungen aufbauend, nett, unterstützend, haben einfach gut getan. Doch leider ist das Weitermachen gerade nicht so einfach. Ich bin verletzt, tief getroffen. Es ist kein kaputtes Knie, kein kaputter Rücken – es ist mein Inneres das weh tut, so sehr, dass mir immer noch die Tränen kommen, wenn ich an all die Sprüche denke, die mir auf den Strecken verschiedenster Veranstaltungen Stadtwerkelauf Karlsruhe, Halbmarathon Freiburg, ja teilweise auch beim Training: eine Fußgängerin zeigt auf mich und weißt ihren Begleiter auf mich hin. Ich habe das Gefühl, dass es Eure eigenen sportlichen Unzulänglichkeiten sind, die Euch so ärgern, wenn ich vorbei laufe und Euch zeige zu was ich fähig bin, dass ihr nicht anders könnt, als bösartig zu sein.

Vielleicht habe ich das zu lange ignoriert, vielleicht hätte ich mich früher mal ärgern müssen, dann wäre das, was vielleicht schon länger in mir brodelt, nicht so heftig gewesen.

Mein Körper braucht eine Pause, meine Füße, meine Beine, aber vor allem auch meine Seele, mein Herz. Irgendwann mache ich weiter, wenn ich soweit bin, das machen wir Menschen so, the show must go on, für den Moment reicht es mir aber. Aber ich werde dann nicht mehr dieselbe sein. Ich werde mir Eure Äußerungen nicht mehr einfach so anhören, sie hinnehmen. Rechnet damit, dass ich Euch zur Rede stelle, wenn ich so etwas nochmal erlebe, egal ob das in einem Wettkampf ist, danach, während des Trainings. Rechnet damit, dass ihr mir in der Frühstückspause nicht mehr einfach so etwas völlig Unempathisches sagen könnt und ich mir dann noch Mühe gebe, euch kein schlechtes Gefühl zu geben. Ich will, dass ihr seht, wie sehr ihr einen Menschen verletzt. „Drüber stehen“ im Sinne von Ignorieren ist nicht mehr. Ihr könnt mir gerne jeden Müll hinterher rufen, aber dann seid Euch im Klaren darüber, dass ich wissen möchte, warum ihr an der Strecke steht, meine Berichte anhört – aber selbst eure Ärsche nicht bewegt.

Also, macht’s gut, ihr Vollhonks. Ich mache es besser.

Herzlichst

Christina

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287 Gedanken zu „Der etwas andere Rennbericht

  1. Jutta

    Liebe Christina,

    Du mutige, erfolgreiche und vorbildliche Sportlerin und Bloggerin. Ich gratuliere Dir von Herzen zu Deinen sportlichen und gesundheitlichen Erfolgen! Chapeau!!! In dem Du darüber schreibst und andere daran teilhaben lässt, ist es Ihnen möglich sich ebenfalls ein Herz zu fassen und loszulegen. Und ich bewundere Deinen Mut so ehrlich darüber zu schreiben wie tief es Dich getroffen hat, Dir diesen Müll anzuhören. Es schaudert mich wenn ich nur lese zu welchen verbalen Entgleisungen sich geistig Minderbemittelte haben hinreißen lassen. Ich wünsche mir das Du weitermachst und wir noch viel von Dir lesen können. Du machst das großartig!

    Fühl Dich gedrückt
    Jutta

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  2. Sophie

    Halo liebe Christina, ich bin gerade sehr erschüttert, das zu lesen, total sprachlos. Du sagst es genau richtig, was für Vollhonks! Und ich weiß, dass es viel zu leicht gesagt ist von außen „lass es einfach an dir abprallen“. nein, nichts prallt ab, der Mensch ist nicht aus Stein. (ich habe zwar „Idealgewicht“, aber wie jede Frau wohl meine eigenen „Problemzonen“, und gehöre wohl zu den Sensiblen Menschen, ich nehme mir auch alles zu Herzen)
    Und ich bin schockiert darüber, wie eiskalt manche Menschen sind, und sich auf Kosten anderer lustig machen – wo nichts lustiges ist. Das ist absolute Schwäche.
    Bitte lass dir den Mut und Spaß dennoch nicht nehmen! Es gibt viele, die den Hut vor dir ziehen, und absoluten Respekt vor deiner Leistung haben. Mach dir das öfter bewusst und ziehe deine Stärke da raus.
    Vielleicht hilft es, dir diese positiven Erlebnisse vor Augen zu führen – ich beispielsweise führe ein „Glückstagebuch“ wo ich all das Positive eines Tages reinschreibe, und nur das, ohne Wenn und Aber.
    Alles Gute für dich!

    Sophie

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  3. claowue

    Oh Mann. Leute gibts, die gibts gar nicht.
    Die sehen, dass man keine Kleidergröße 36 tragen muss um Sport treiben zu können und dass sie es auch können wenn sie nur den A… hochkriegen würden. Letzteres tun sie aber nicht und so schlagen sie zu.
    Ich hab das mal erlebt als ich mit einem Segway unterwegs war. Da kamen Bemerkungen von wegen man solle doch besser selbst laufen, man sei faul, … und das auch von Leuten, die grad gemütlich auf einer Parkbank saßen. Anderen was tolles Mies machen muss wohl Spaß machen??? Ich kann es nicht beurteilen, weil ich das nicht mache.
    Ist es vielleicht Neid, das die Menschen so reagieren lässt (wie Dagmar weiter oben schon vermutet hat)? Neid auf das Segway? Neid auf Deine Teilnahme am Triathlon? Keine Ahnung.

    Ich hoffe Du lässt Dich davon nicht zu sehr aus der Fassung bringen und kannst mit Spaß an der Sache weitermachen!

    ClaoWue
    from
    ClaoRunning

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  4. Heiko

    Allerhöchsten Respekt vor deiner Leistung !!!!! Und natürlich meinen allerhöchsten Respekt !!! Da ich selber „nur “ laufe und ab und an ein Hindernisslauf ansteht kann ich deine Leistung nur anerkennen!!!!
    Zu deinem letzten Absatz möchte ich dir sagen das du das schon viel früher hättest tun sollen. Das ist keine Kritik aber es schadet nicht wenn man fremde oder andere einfach mal maßregelt. Die meisten wissen gar nicht was es heißt drei vier fünf mal die Woche zu trainieren. Erinner sie einfach dran ob sie keine Ziele haben… Und wenn es ein Älterer Herr ist frag ihn mal wer seine Rente verdient 😉ist vielleicht in dem Moment unangebracht aber er wird es sich merken… In diesem Sinne, Kopf hoch Brust raus und immer Vollgass !!!!
    LG Heiko

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  5. Juristin

    Oh mein Gott, was für Idioten es gibt! Es tut mir voll leid, dass du das abbekommen musstest, was einfach nur idiotisch war. Noch mehr schockt mich aber, dass es offensichtlich nicht nur mal ein Kommentar war, sondern viele. Ich kann es gar nicht glauben, hpffe sehr, dass du bald wieder lachen kannst.

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  6. Vicky

    Nicht unter kriegen lassen, leider vergisst man schnell bei den dummen Kommentaren auch die Menschen die einem sagen wie stolz sie auf einen sind.
    Idioten gibt es immer und überall und wenn es nicht die Kleidergröße ist, ist es der zu kleine oder zu große Busen, die komische Nase oder was weiß ich. Egal was Du solchen Menschen sagst, sie fühlen sich am Ende im Recht. Meiner Meinung nach hilft in diesen Momenten nur sich auf sich selbst zu besinnen. Erinner dich in diesen Momenten an das was du geschafft hast, denke an deine beorstehende Hochzeit, an einen Menschen der dich immer liebt. Nimm dieses Gefühl setz dein strahlenstes Lächeln auf und erwiedere ein freundlich fröhliches „Du kannst mir nur leid tun“ denn sein wir ehrlich- wie glücklich kann schon jemand sein der wildfremde Menschen beleidigen muss um sich gut zu fühlen?
    In diesem Sinne: Weiter so!

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  7. Regina

    Liebe Christina,
    Idioten gibt es überall. Lass dir den Mut nicht nehmen. Das was du schaffst, sollen die erstmal nachmachen. Hab selber sehr viel abgenommen und weiß wovon Du sprichst.
    VLG Regina

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  8. Christian, 41

    Liebe Rennschnecke,
    Über einen Artikel im Tagesspiegel bin ich auf deinen Blog und diesen Text gestoßen.. Ich werde deinen blog auch noch ausführlicher lesen, jetzt gerade sitze ich beim Frühstück und will dir nur schnell bevor ich zur Arbeit muss etwas sagen: you made my day. Especially tröstet mich zu sehen, dass ich nicht der einzige bin, dem es trotz Bemühungen und Arbeit (laufen gehört dazu) auch mal wirklich mies geht. Seems to be human. Dein ehrlicher, symphatischer und berühremder bericht motiviert mich, den „es hat ja alles keinen sinn“ – gedanken zu ignorieren und wieder aufs pferd zu steigen. Ich habe noch nicht alle comments gelesen, aber ich glaube ich bin nicht der einzige dem es so geht. Danke & Ich schicke dir many hugs !

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  9. saffti

    Lass dich nur nicht unterkriegen von diesen Bekloppten, streck ihnen beim nächsten Mal doch am besten die Zunge raus und fordere sie lächelnd auf: „Erst mal nachmachen!“ Ich frag‘ mich bloß, was diese respektlosen Gesellen überhaupt dazu treibt, ein solches Rennen zu besuchen. Sportsgeist ist es bestimmt nicht. Die allermeisten Zuschauer bei Läufen wie Triahtlons feuern wenigstens den 7713, genauso enthusiastisch wie den Ersten an.

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    1. dierennschnecke

      Danke dir.
      Alles gut, ist ja auch schon drei Wochen her. Und es ist ja auch immer Tagesform abhängig, wie man darauf reagiert. Mal ist es einem zu dumm überhaupt was zu sagen, einen hab ich mal gefragt ob er nicht die restlichen 7km mir die Pace machen will (beim Halbmarathon in FR) und der sehr spezielle aus Karlsdorf hat mich einfach an einem für mich sehr dummen Tag erwischt. Macht es nicht besser, aber es kann ja nicht immer alles doof sein. Meine nächsten Highlights stehen schon an: nächste Woche der Hardtseetriathlon und dann 2017 der 5150 im Kraichgau. Ab geht’s ✌🏼️ LG!

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  10. DaGe

    Liebe Rennschnecke,
    mit einem Gewicht das bei einigen Sportlern für 2 ausreichen würde, bin ich nicht nur bereits 2x auf die Sprintdistanz gegangen, auch bei einigen „Jedermann“-Radrennen war ich bereits aktiv.
    Das schlimmste für mich waren die Blicke der MitathletInnen, die zu deutlich die Frage widerspiegelten: „Was will DIE denn hier?“
    Ich wurde bei keinem Bewerb Letzte, und bei den auch blöden Kommentaren gab es aber auch immer die mehr als anerkennenden!
    Diese höre ich, nicht die unnötigen! Die Menschen dahinter sollen erstmal trainieren und antreten!
    Bei einem Radrennen war es schon sehr fein, nach dem Berg – der mich sehr gequält hat beim Bergaufstrampeln – beim Bergabfahren etliche der sehr schlanken, tlw. blöde Kommentare spendenden, Athletinnen einfach, wirklich einfach (auch Dank meiner Masse) stehen zu lassen.
    Sie versuchten noch in die Pedale zu treten, ich ging nur in eine optimale Position 😉
    Niemals unterkriegen lassen!
    Vor allem nicht bei deiner Figur!!
    Sei immer stolz auf dich und deine Leistung!

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  11. Pingback: Sonntags-Sammelsurium 28. August 2016 – berghungrig

  12. Bernd

    Hallo Rennschnecke,

    (echt cooler Name) Ja, auch ich kenne solche Vollpfosten. Ja, meistens habe ich ein dickes Fell und denke mir „was juckt es eine Eiche, wenn sich ein Wildsau dran reibt?“ – ab und an bin ich jedoch ebenfalls dünnhäutig und dann treffen auch mich solche Sprüche. Dann erwidre ich „Stimmt, ich habe Übergewicht! Ja, Ihr habt recht. Doch im Gegensatz zu Euch minderbemittelten, gehirnlosen Schwachmaten habe ich die Möglichkeit mein Gewicht zu reduzieren. Fehlendes Hirn könnt Ihr nicht aufbauen. Versteht Ihr das überhaupt?

    Mach weiter, das sind alles Neider. Solche Menschen gibt es genügend. Je selbstbewußter du durch deinen Sport wirst, desto weniger wirst du auf solche Menschen treffen. Du wirst ihre neidvollen Blicke bemerken, weil sie durch Dich sehen was mit Sport zu erreichen ist.

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  13. Doreen Bettermann

    Hallo Christina,

    ich finde dich Klasse! Hut ab. Ehrlich.

    Auch ich gehöre nur zu den „Läufern“ und so bin ich auch auf deinen blog gestoßen. Und ich finde ihn super.

    Und es zerreißt mir das Herz zu lesen, wie dumm die Menschen einfach sind. Du gehörst nicht zu dem Idealbild einer Läuferin oder Triathletin …. rank, schlank, muskulös und kein Gramm Fett… Na und?! ich auch nicht. So viele nicht.
    Aber was zählt, was wirklich zählt, du bringst Leistung. Eine enorme Leistung. Und nicht nur für die Stunde, die ein Spitzenläufer für den HM braucht. Nein mehr, viel mehr. Du läufst die selbe Distanz, länger, vielleicht in der doppelten Zeit oder noch länger…. durch Ausdauer, durch Biss, auf Grund deines Willens!

    Und das, genau DAS ist es was dich von dieses dummen Menschen unterscheidet und dich wieder auf stehen lässt.

    Mach weiter so! Ich bin Stolz auf dich. Ich und einige viele mehr 🙂

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  14. Pingback: Dick läuft nicht (oder hier läuft was falsch) | thespiritofthehawk.de

  15. Ana

    Liebe Christina

    Unfassbar! Ich hätte nie geglaubt, dass es so etwas gibt! Mir fehlen echt dir Worte und ich kann nur hoffen, dass du diese Frechheiten inzwischen einigermassen verdaut hast! Bleib dir selbst treu, was Fremde sagen oder denken ist unwichtig! Du machst das ganz toll und ich finde, du darfst sehr stolz auf dich sein!

    Alles Liebe, Ana

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  16. Jörg

    Hallo Christina,

    Du hast schon von vielen Menschen Mut zugesprochen bekommen, „Deinen“ Triathlon-Sport weiter zu machen. Daher meine Anmerkungen in aller Kürze.

    Für wen machst Du Triathlon? Für die Zuschauer, für Deine Familie, für Deine Freunde? Nein, nein, in erster Linie betreibst Du Triathlon, WEIL DU ES KANNST. Du tust es für Dich, Deine Gesundheit, Dein Wohlbefinden, weil Du Dich gerne in der Natur bewegst.

    Und das kann Dir keiner dieser dahergelaufenen Miesmacher nehmen.

    Viele Grüße und alles Gute

    – Jörg

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  17. Pingback: FatBoysRun Episode 60 – Die Rennschnecke | Fat boys run

  18. ninawpolsce

    Hallo Christina,

    das was dir passiert ist, tut mir Leid. Ich musste fast mitweinen. So sehr. Und gleichzeitig fühle ich mich ertappt, weil ich doch vielleicht selbst manchmal voreilige Schlüsse ziehe. Und es nicht immer schaffe, alles aus jedem Blickwinkel zu betrachten. Aber ich versuche es und genauso wünsche ich es dir, dass du deinen Mitmenschen nochmal eine Chance geben kannst. Denn wir alle machen Fehler. Und viele kämpfen mit Vorurteilen. Sei es über den „Ausländer“, der gerade mit einem großen Koffer am Bahnhof steht, über die Frau mit ein paar Kilo mehr, die einen sportlich übertrumpft oder über die Blondine, die sich in der IT versucht (mein Schicksal). Vielen Dank für den Artikel. Ich habe ihn geteilt, weil ich will, dass noch mehr Leute sich Gedanken darüber machen, was ihre Worte anrichten können.

    Viele Grüße und ich hoffe sehr, dass du dich nicht unterkriegen lässt.

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    1. dierennschnecke

      Hi Nina, danke für deine Zeilen. Es ist ja schon eine Weile her, die Sache, daher schon längst verdaut. Sie kommt durch Kommentare immer wieder hervor 🙂 Und ich muss sagen, dass ich ebenso wie du der Meinung bin, dass man Menschen, die Vorurteile haben, einfach eines besseren belehren sollte, um die Vorurteile abzubauen. Jemand aber, der jemanden beschimpft, so wie ich beschimpft wurde, hat keine Vorurteile, sondern ist schlicht und ergreifend unverschämt und disqualifiziert sich selbst. Ich habe einiges gelernt, vor allem durch viele Zeilen die mich als Antwort erreicht haben, das ist mir das wichtigste! Ich bin ein kleines emotionales Kraftpaket, aber ich mag mich gerne, von dem her sind meine Reaktionen für andere oft etwas heftig, für mich aber vollkommen ok, denn ich kann sie aushalten. Alles ist gut 🙂 Liebe Grüße

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  19. Andreas

    Unfassbar 😦

    Ich war abnehmetechnisch ähnlich wie du unterwegs und musste mir anfangs auch den ein oder anderen saudummen Kommentar anhören. Bei mir war es in der Regel beim Training in einer recht touristischen Gegend im Schwarzwald – oft auch von Menschen, die eine Zigarette oder eine Bierdose in der Hand hatten.
    Naja, es ist deutlich weniger geworden. Aber trotzdem sehr unangenehm, speziell auch für Laufanfänger.

    Bei den Rennen hatte ich bisher Glück, aber ich bin auch nahezu ausschließlich bei kleineren Veranstaltungen unterwegs, wo es wenige Zuschauer gibt.

    Anyway, großen Respekt für deine Leistung und dass du das so gut weggesteckt hast.

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  20. Pingback: Man muss nur den Schweinehund überwinden – tritime women

  21. Klaus

    Hallo Christina, dein Statement da oben finde ich richtig SUPERKLASSE. Mach weiter. Du hast schon so viel erreicht. Und wehre dich ruhig. Nachfragen wirkt. Von den Vollpfosten am Streckenrand wird wohl keine vernünftige Antwort zu erwarten sein. KollegInnen werden zukünftig hoffentlich etwas genauer überlegen, was sie wie sagen. Sagte ich schon WEHRE DICH? Schlucke Wut, Enttäuschung, Ärger nicht runter. Ich finde das nicht souverän – manchmal geht es aber auch nicht anders. Souverän finde ich, wenn du den Spiegel hinhältst.

    Ich bzw. wir, meine Frau und ich, freuen uns übrigens immer, wenn wir beim Laufen jemanden begegnen, der oder die nicht so supersportlich rüberkommt. Weil: Da macht jemand einfach alles ganz richtig. Und wer weiß, wo der Anfang war und wo es noch hinführt. Mach weiter!

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  22. Patrick

    Also ich lese es jetzt erst und muss sagen es hat mich echt mitgenommen. Danke das du darüber schreibst. Ich muss leider gestehen das ich das Glück habe soviel und egal was zu essen und einfach immer bei einem BMI von 21 bleibe. Warum weshalb wieso keine Ahnung, aber es ist einfach so. Meine Frau hats da nicht so gut sie muss alles geben damit sie irgendwie nicht noch mehr zunimmt. Ich kann also schon nachvollziehen wie es ist. Besonders diese kommentare von Leuten die einen kennen wie du müsstes doch spargeldür sein kann ich nicht nachvollziehen. Entweder meinen sie du machst nicht wirklich sport oder richtig oder du frisst dazwischen alles in dich rein. Da gibs wohl nur ein Rezept offen und Ehrlich kontern. Die vollidioten die da am Rand stehen und ihren a… nicht bewegen auf die würd ich nichts geben und eiskalt ignorieren. Ich hoffe ich seh irgendwann mal einen neben mir der sowas von sich lässt. Viel Spass beim weiterm Laufen, Schwimmen und Radfahren.

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  23. Daniel

    Liebe Christina, ich finde es toll, wie Du Dich mit dieser schlechten Erfahrung auseinander setzt. Diejenigen, die andere so gemein verletzen, soll der Blitz beim Scheissen treffen. Punkt.
    Bleib so stark und lass Dich nicht beirren, die „Hater“ machen Dich nur stärker!

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  24. Kathi

    Hallo,
    ich hatte deinen Bericht vor einiger Zeit gelesen, und habe mich jetzt daran erinnert. Schon vor einem halben Jahr hatte er mich sehr bewegt. Ich bin selber Triathletin und leider hatte ich noch nicht so einen tollen Abnehmerfolg wie du. (Und immer wieder Verletzungen und Rückschläge.)
    Ja, ich wurde auch schon angesprochen, und manchmal anerkennend und nett gemeint, aber trotzdem tut es weh, dass man überhaupt auffällt.
    Aber das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben überwiegt bei mir, und bei dir anscheinend auch.

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft

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  25. Pingback: Lieber dick als doof! | Futter für die Katz'.

  26. kejty2016

    Liebe Christina
    Ich bin zufällig auf diesen Beitrag gestoßen und dein Bericht hat mich sehr berührt. So sehr, dass ich jetzt weinend am Tisch sitze.
    Nur zu gut kenne ich die fiesen Kommentare und Blicke, denen man als Übergewichtige ausgesetzt ist. Sei es beim Sport oder beim Essen, blöde Menschen trifft man leider überall. Ich wünsche uns Beiden mehr gute Tage, an denen diese Kommentar und Blicke einfach an uns abprallen!
    Mach weiter so
    Liebe Grüße
    Katrin

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  27. DerRennschneckerich

    Ich machs mal ganz kurz:
    Deine moralische Überlegenheit wächst mit jedem Schritt, den Du machst.
    Denn egal wie langsam, Du bist auf jeden Fall schneller als die rumstehenden und labernden Idioten.

    DerRennschneckerich

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  28. Marco

    Liebe Christina,

    hab diesen Sonntag mal wieder einen langen Lauf (28km) absolviert – zum Spaß, weil ich keinen definierten Trainingsplan habe. Kurze Hose (bei 12°C), Trinkrucksack, Schildmütze und Sonnenbrille – alles farblich quietschebunt (modische Katastrophe) und bin Wege mit viel Publikumsverkehr gelaufen. Und die Leute schauten mich manchmal echt komisch an. Und dann kam mir in Zitat von Herbert Steffny in den Sinn:

    „Wir Läufer sind das herumlaufende schlechte Gewissen der Nichtläufer.“

    Genau das ist es! Sein eigenes schlechtes Gewissen herumlaufen zu sehen, ist nicht unbedingt etwas Positives. Das kann manchen sogar verärgern 😉

    Exakt heute vor einem Monat lief ich in Berlin und als ich fertig verpflegt und geduscht war, zu Mittag gegessen hatte, stand ich ganze zwei Stunden noch an der Ziellinie und jubelte den glücklichen Finishern zu. Da liefen die 4:30h – 5:30h-Läufer ein und ich schrie alle Varianten von „Klasse Leistung!“, weil mir bewusst ist, wie groß die Leistung ist, die JEDER Einzelne hier vollbringt. Den wenigsten Menschen – vor allem den Vollhonks – ist das annähernd bewusst. Es fängt doch schon mit Kommentaren an wie „Du machst doch nur Deine Gelenke kaputt!“ oder „So ein Spinner“.

    Keinem dieser Vollhonks kann man das begreiflich machen und es wäre ein Kampf gegen Windmühlen hier in Diskussion zu gehen. Hab einfach Mitleid mit den Vollhonks und lächel sie überlegen an, wenn sie Dir den nächsten Kommentar an den Kopf werfen, denn das bist Du!

    Und: Hey, ich und Triathlon? Ich lauf vielleicht 42 Kilometer aber Schwimmen? Nein, Danke…;) RESPEKT vor DEINER Leistung!

    Liebe Grüße,
    Marco

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  29. Pache

    Vorbildliche Einstellung. Wir sollten die Leute mehr konfrontieren, wenn sie uns willentlich oder unwillentlich schlecht fühlen lassen.

    Ich finde übrigens alle Leute toll, die etwas MACHEN. Wir leben schliesslich nur einmal und gerade JETZT.

    Alles Gute!

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  30. Ann-Kristin

    Hi Christina,

    es ist echt unglaublich wie ignorant manche Leute sind. Du hast vollkommen Recht!!

    Ich bin selbst auch in der Größe 40/42 unterwegs, was allerdings inzwischen bei der breiten Masse die richtige Größe zu sein scheint und absolut nicht verwerflich ist.
    Mir fehlen die Worte um auszudrücken wie sehr manche Menschen mich abstoßen mit solchen Kommentaren.

    Auch ich fange gerade mit dem Triathlon-Training an. Wenn mir jemals so jemand begegnet wird der auch gnadenlos zur Rede gestellt.

    Es ist der Wahnsinn was du leistest und ich finde es toll, dass du das mal so offen angesprochen hast.

    Ich wette von denen, die dir diesen Mist an den Kopf geworfen haben, kann keiner auch nur 5 km laufen =)

    Bleib stark und mach weiter so! Das verdient höchsten Respekt

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