Der etwas andere Rennbericht

Unbenannt

Liebe ignorante Vollhonks,

das hier ist für Euch!

Als ich mich vergangenen Sonntag auf den Weg nach Karlsdorf-Neuthard machte, um dort beim Summertime Triathlon auf der Sprintdistanz zu starten, war ich gut drauf. Ich freute mich, war gespannt, aufgeregt. Das Foto zeigt mich vor dem Rennen, kurz vorm Einrichten der Wechselzone 2. Da war die Welt noch in Ordnung und ich freute mich einfach nur auf meinen dritten Triathlon.

Es war zu Beginn der Radstrecke, als ein Zuschauer die Anweisungen des Streckenpostens ignorierte und mir beim Überqueren der Straße fast ins Rad lief. „Achtung, das hier ist immer noch ein Wettkampf!“, rief ich ihm zu. Er schrie mich an: „Halt’s Maul, du fette Sau!!“. Ich fuhr weiter. Und weinte. Beim Wendepunkt der Radstrecke lachten mich Zuschauer lauthals aus, sie verstecken es noch nicht einmal. Es war auf der zweiten Laufrunde, als ein älterer Herr, an dem ich ja schon in der ersten Runde vorbei gelaufen war, mir hinterherruft: „Super, ist schon weniger dran jetzt!“ und sich einen Ast lacht. Mir kamen die Tränen, ich war total panisch, hätte mich am liebsten im Gebüsch versteckt, die Startnummer weggeworfen, alles, nur nicht in dieses Stadion einlaufen, mich vielleicht nochmal irgendwelchen dummen Kommentaren aussetzen.

Liebe ignorante Vollhonks, ist Euch eigentlich klar, was ihr mir solch dämlichen, unreflektierten – kurz: einfach saudummen Äußerungen anrichtet?!?! Ihr nehmt Menschen nicht nur einfach den Spaß an einer sportlichen Aktivität, ihr nehmt Würde, ihr seid respektlos, ihr diskriminiert. Ihr beurteilt eine Leistung, die ihr selber nicht bringt. Richtig gehört: Ihr.Bringt.Es.Nicht. Ihr steht am Rand der Strecke, ihr hört meine Geschichte in der Frühstückspause, aber ihr selbst seid es nicht, die in diesem Moment eine sportliche Leistung erbringt. Hinter dieser Leistung, egal wie schnell, steckt Disziplin, Training, Anstrengung. Zeit. Ihr seht einen Menschen in einer speziellen, fast schon intimen Situation. Jemand läuft an euch vorbei, treibt Sport – in Klamotten, die nichts kaschieren, ungeschminkt, ohne Schutz. Er ist euch ausgeliefert und ihr tretet einfach zu. Ist das toll, souverän, aufbauend?! Nein. Wie würdet ihr euch fühlen, hm?! Goldene Regel. Einfach mal googeln.

Es sind nicht nur Äußerungen während eines Wettkampfs, die es mir schwer machen. „Müsstest Du nicht total schlank sein, bei all dem Sport, den du treibst?“, fragte mich letztens eine Kollegin. Und eine andere bemerkte zu meiner Äußerung, dass vielleicht in naher Zukunft eine Hochzeit anstünde, dass es ja auch für füllige Bräute tolle Kleider gäbe. Ja, auch ihr seid ignorante Vollhonks. Nach diesem Wochenende möchte ich auch euch gerade nicht sehen.

Ich habe in den vergangenen Jahren weit über 20kg abgenommen, die -30kg purzeln bald, ich fühle mich gut, gesund, fit. Statt in eine Kleidergröße jenseits der 50 trage ich eine 42, wenn ich Glück habe auch ab und an eine 40. Aber ihr seht das nicht. Ihr macht es mir madig, Sport zu treiben. Und vor allem macht ihr es mir madig, Euch davon zu erzählen, meine Geschichten und Erlebnisse zu teilen.

Ich habe in den letzten Tagen viel Unterstützung und Positives erfahren, jenseits einfach daher gesagter Floskeln waren alle Äußerungen aufbauend, nett, unterstützend, haben einfach gut getan. Doch leider ist das Weitermachen gerade nicht so einfach. Ich bin verletzt, tief getroffen. Es ist kein kaputtes Knie, kein kaputter Rücken – es ist mein Inneres das weh tut, so sehr, dass mir immer noch die Tränen kommen, wenn ich an all die Sprüche denke, die mir auf den Strecken verschiedenster Veranstaltungen Stadtwerkelauf Karlsruhe, Halbmarathon Freiburg, ja teilweise auch beim Training: eine Fußgängerin zeigt auf mich und weißt ihren Begleiter auf mich hin. Ich habe das Gefühl, dass es Eure eigenen sportlichen Unzulänglichkeiten sind, die Euch so ärgern, wenn ich vorbei laufe und Euch zeige zu was ich fähig bin, dass ihr nicht anders könnt, als bösartig zu sein.

Vielleicht habe ich das zu lange ignoriert, vielleicht hätte ich mich früher mal ärgern müssen, dann wäre das, was vielleicht schon länger in mir brodelt, nicht so heftig gewesen.

Mein Körper braucht eine Pause, meine Füße, meine Beine, aber vor allem auch meine Seele, mein Herz. Irgendwann mache ich weiter, wenn ich soweit bin, das machen wir Menschen so, the show must go on, für den Moment reicht es mir aber. Aber ich werde dann nicht mehr dieselbe sein. Ich werde mir Eure Äußerungen nicht mehr einfach so anhören, sie hinnehmen. Rechnet damit, dass ich Euch zur Rede stelle, wenn ich so etwas nochmal erlebe, egal ob das in einem Wettkampf ist, danach, während des Trainings. Rechnet damit, dass ihr mir in der Frühstückspause nicht mehr einfach so etwas völlig Unempathisches sagen könnt und ich mir dann noch Mühe gebe, euch kein schlechtes Gefühl zu geben. Ich will, dass ihr seht, wie sehr ihr einen Menschen verletzt. „Drüber stehen“ im Sinne von Ignorieren ist nicht mehr. Ihr könnt mir gerne jeden Müll hinterher rufen, aber dann seid Euch im Klaren darüber, dass ich wissen möchte, warum ihr an der Strecke steht, meine Berichte anhört – aber selbst eure Ärsche nicht bewegt.

 

Also, macht’s gut, ihr Vollhonks. Ich mache es besser.

Herzlichst

Christina

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Verfasst von

Rennschnecke und Historikerin aus Leidenschaft 5k - HM & Triathlon Newbie

286 Kommentare zu „Der etwas andere Rennbericht

  1. Es gibt derartige Arschkretz’n auf dieser Welt. Mir schlägt das Herz grad bis zum Hals vor Zorn, bitte, wehre Dich. Wenn man nämlich immer nach dem Motto agieren würde, dass die Klügere nachgibt, würde das bedeuten, dass die Welt bald nur mehr von Volldeppen regiert werden würde. (Obwohl, wenn ich da aktuell grad in der internat. Runde so schaue, hab ich die Befürchtung, dass schon zu viele Kluge nachgegeben haben…). Mein Rat an Dich: überlege dir in einem ruhigen Moment ein paar passende Antworten, damit du sie dann im Fall der Fälle parat hast.

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  2. Hallo, ich bin durch Zufall auf Deinen Bericht gestoßen. Ich kann sehr gut mit Dir mitfühlen. Ich hab auch mit Übergewicht angefangen und wurde oft belächelt. Ich musste auch oft kämpfen und mich beweisen.
    Geh Deinen Weg weiter! Du machst das!
    Ich bin stolz auf Dich, auch wenn ich Dich nicht kenne.
    Lass Dich nicht unterkriegen!
    Beste Grüße und alles Gute für die berufliche und sportliche Zukunft
    Lauf!
    Thilo

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  3. Hallo Rennschnecke

    Mal von vorne weg.
    Lass dich von den Idioten nicht runter ziehen.
    Mein Vater macht selbst sehr gerne Sport und das obwohl er 20 Jahre älter(51) ist als ich.
    Er trainiert jedes Jahr wie für den Ironman Kraichgau und andere Triathlon Wettkämpfe.
    Ich hab vor seinen Leistungen jede Menge Respekt.Den egal welche Disziplin,Ich würde ihn in keiner einzigen je schlagen können.
    Was ich damit sagen möchte.
    Es ist egal wie alt man ist oder welche Figur man hat.Jeder hat meinen Respekt vor diesen gigantischen Leistungen die man bei einem Triathlon und anderen Sportarten leisten muss.
    Lass dich nicht unterkriegen.Menschen die meinen dich beleidigen müssen haben überhaupt keine Ahnung was man an Kraft und Energie bei solchen Wettkämpfen rein steckt.

    Liebe Grüsse Rolf

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    1. Super das Du dir Luft machst!! Wenn niemand was dagegen sagt,dann würde sich auch nichts verändern. Meiner Meinung nach hat jeder mächtig was auf dem Kasten der sich einem Triathlon stellt!! Also…: LOVE THE PAIN und ANTI QUIT 👊🌪 weiter so Rennschnecke! MFG

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    2. Komm einfach zu uns rueber ins Camp der Ultra/Trail Laeufer. Die sind hier alle etwas netter und in den Bergen relativiert sich fast alles. Da laufen einem Menschen weg die eigentlich auf den ersten Blick gar nicht so aussehen! Die Triathleten haben sowieso alle einen kleinen Sockenschuss 😉 Gruesse aus Hongkong!

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  4. Keep going!
    Lass Dir von solchen Vollhonks nicht den Spaß verderben.
    Wie Du schon selbst sagst, am Rand stehen und dumme Sprüche machen ist einfach, sollen doch selbst erst mal mitmachen.
    Ich finde Du machst das mit der genau richtigen Einstellung und lässt Dich von so was nicht abhalten!
    Mir kommt da spontan eine Zeile eines Liedes von „Gossip“ in den Sinn :
    „I hold back tears, so I can move in the right direction“.
    Wie wahr. Und wie gesagt:
    Weiter machen und an den Honks vorbei und weiter fahren! Egal wie Du platziert bist, mit der Einstellung hast Du schon gewonnen!
    Alles Gute!!

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  5. Hallo Rennschnecke,
    ich mache zwar keine Wettkämpfe und couche nur meine Partnerin aber das ist ja egal. Du solltest solche „unqualifizierten“ Äußerung einfach an Dir abprallen lassen. Manch einer der doofe Kommentare abgibt, wird sicherlich nicht Deine Leistung bringen. Mach weiter und schau nach Vorne zu Deinem Ziel. Auch wenn ich Dich nicht kenne, glaube ich das Du auf dem richtigen Weg bist. Ich habe großen Respekt vor jedem Sportler den ich sehe, der eben nicht wie ein Sportler aussieht. Du zeigst Dich sogar im Wettkampf. Noch mehr Respekt meinerseits.
    Rennschnecke Go…

    Liebe Grüße
    Balloni

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    1. Hallo Christina,
      lass dich nicht vom IQ-losen Volk beeinflussen!!
      Weiter so!! Meinen Respekt für deine Leistung!!
      Die Welt ist leider voll von Idioten und Nörglern!!
      Du bist die Gute in einer zunehmend schlechten Welt!!
      Grüsse von Jan Würfel

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  6. So toll geschrieben!! Ich habe ähnliches erlebt und war auch nah dran aufzugeben….

    Fall 1: Wings for life run 2015….immerhin 7 Kilometer mit meinen 105 Kilo auf den Rippen und Typ1 Diabetes im Gepäck geschafft. Zuschauer lachten über mich weil ich klatschnass geschwitzt war und eben nicht gerade elegant aussah.

    Fall 2: Nach einer 23 Kilometer Wanderung über den Pfälzer Weinsteig landete ich zufällig auf einem Fest in einem bekannten Weinort. Eine arrogante schlanke Tussi weil lachte much aus, weil ich nicht so toll angezogen war wie sie in ihrem Schickimickikleidchen.

    Fall 3: Immer wieder dumme Blicke und Tuscheleien wenn mich Menschen in meinem Motorraddress sehen….
    Das ich tausende Kilometer, alleine als Frau mit Diabetes auf einer BMW GS1150 R über Strassen Feldwege und Schotter zurückgelegt habe interessiert kaum jemanden. Wenn doch, dann ist das Erstaunen gross, aber eine Entschuldigung gibts nicht von den Deppen.

    Also einfach weiter machen und „Vollhonk“ denken.

    Das ist wohl das Beste was wir tun können.
    L.G. Nicole

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  7. Liebe Rennschnecke, dein Bericht hat mich zu Tränen gerührt und obwohl ich eigentlich nie irgendwelche Kommentare abgebe, habe ich das Bedürfnis, dir zu schreiben. Bin selbst von lauter Triathleten (Mann, zwei Söhne) umgeben und sehr oft bei diversen Veranstaltungen an der Strecke. Obwohl ich mehr oder weniger fleißig mit meinen Männern mittrainiere, werde ich wahrscheinlich nie den Mut haben, selbst an einem Triathlon teilzunehmen, da ich mich, genau so wie Du, auch im hinteren Teil der Ergebnisliste finden würde. Jedes Mal, wenn ich auf meine Männer warte und ich die Teilnehmer beobachte, nicht nur die Superathleten mit ihren Astralkörpern, sondern auch die weniger durchtrainierten oder nicht mit Modelmaßen ausgestatteten, bewundere ich jeden einzelnen, der das Selbstvertrauen und den Mut hat, sich dieser psychischen und physischen Herausforderung zu stellen.
    Dass Du auf dem richtigen Weg bist, beweist ja die Tatsache, dass Du bereits zahlreiche Wettkämpfe erfolgreich beendet hast. Natürlich machst Du weiter, diese unqualifizierten Zurufe musst Du schnell vergessen. Such Dir einen schönen Wettkampf aus, auf den Du Dich so richtig freuen kannst. Vielleicht stehe ich ja irgendwo einmal an der Strecke. Sollte ich Dich dann irgendwo entdecken, dann kannst Du Dich darauf verlassen, dass ich Dich ordentlich anfeuern werde, denn vermutlich werde ich nie mutig genug sein, mich einmal für einen Triathlon anzumelden.
    Liebe Grüße und viel Erfolg für die nächsten Wettkämpfe wünscht Dir Regina.

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  8. Ich versuche mal dir Mut zu machen NICHT aufzugeben 😃 Erst einmal –> Es einfach nur traurig was manche Leute sich so herausnehmen 😢 Steck den Kopf nicht in den Sand 😃 steh über den Dingen !!! Ich hab eine schwer mehrfach Behinderte Tochter, heute ist sie 31 …. (Rett Syndrom) Ich schreibe hier nicht, was ich schon richtig schlimmes hören musste. Auch ich hatte so manches Mal Pipi in den Augen weil es einfach nur traurig macht. Will dir aber auch sagen, das ich meine Tochter NIE und NIMMER aufgrund dummer Sprüche dieser dummen Menschen „verstecken“ würde …. Zeige auch du dich weiterhin wie und wo immer du magst ! Es ist dein Leben, dein toller und garantiert durchtrainierter Körper Dankt es dir wenn du so weiter machst wie bisher 🏃🏻💨👍 Und auch deine Lieben sind garantiert mega stolz auf dich 👍
    ICH HOFFE WIR SEHEN UNS MAL BEI EINEM WETTKAMPF 😃 Fühl dich gedrückt 🙆🏻

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  9. Liebe Christina,
    ich bin gerade zufällig über deinen Blog gestolpert. Dein Rennbericht macht mich einfach nur wütend. Ich selbst stehe kurz vor meinem ersten Halbmarathon und kann mit im Ansatz vorstellen, wie viel Zeit, Energie und Training du in deinen Sport investierst. Es ist einfach unglaublich wie viele dumme, ignorante Vollpfosten in dieser Welt rum rennen. Diesen Menschen kann man nur wünschen, dass sie einfach mal so behandelt werden, wie sie andere Menschen behandeln. Bitte mach weiter! Lass dich nicht unterkriegen! Jetzt erst recht! Und falls du mal eine Laufpartnerin brauchst, meld dich gern 😋 ich glaube ich wohne gar nicht so weit entfernt von dir. Alles Gute! 💕

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  10. Grüß Dich. Ich denke auch, das Du es Dir nicht madig machen lassen solltest und einfach weitermachen. Tu den idiotischen Neidern nicht den Gefallen, und zeig ihnen auch noch, das sie Dich damit ärgern können. Auch wenn es bestimmt in dem Moment schwer fällt. Ignoranz und Brust raus, ist immer die härteste Antwort. Meinen Respekt hast Du und jeder Andere, der solche Leistung vollbringt. Egal ob mit 50 oder 120kg. egal ob 5km oder Triathlon. Wenn Du mal in Berlin bist, laufe ich gerne an Deiner Seite. Also, weitermachen ! Sofort !

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  11. Ich sehe mich auch als „Schwerathleth“ und ähnliche Kommentare kennen wir alle… „Das schaffst Du nie…“ „Marathon??? Du???“
    Das sind die harmlosen Versionen… Man darf sich da nicht unterkriegen lassen…

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  12. Ich find du hast ne tolle Figur! Mach bloß weiter so! Leute die so über einen urteilen sind mit sich selber nicht zu Frieden! Die müssen über andere reden damit sie mal kurz ihr beschissenes leben vergessen!

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  13. Liebe Namensvetterin, mach weiter!!!!!! Lass dich nicht von unqualifizierten Sprüchen runterziehen!!!!! Gegen Dummheit wächst halt mal kein Kraut und ist auch nicht heilbar. Also Kopf hoch, so hoch es geht und weiter machen. Lass dir nicht deine super Erfolge vermiesen.
    Liebe Grüße Christina

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  14. Genau davor hab ich immer wieder Angst… #jederSchrittzählt #beobachteohnezubewerten Ich wünsche Mut & Kraft weiter zu machen. Denn nur so läuft’s. Und es ist gut. Du bist super, wie du bist. Jede(r) von uns. Genau da, wo wir gerade stehen.

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  15. Niemand hat das Recht, den Körper eines anderen Menschen zu kommentieren.
    Männer, die die Brüste beim Laufen Kommentieren (Überraschung! Die bewegen sich!!)
    Ebenso Kommentare über Gewicht, Gesichtsfarbe (ebenfalls überraschend, ich kriege ab Km 5 ein rotes Gesicht)…
    Ich hatte mal eine männliche Fußballmannschaft hinter mir, die waren widerlich! ich wäre gerne im Boden versunken.
    Aber wer läuft, feiert, was sein Körper kann. Sport macht lebendig und unabhängig von blöden Kommentaren, wir alle sind es uns wert, den Sport zu machen, den wir genießen! Es ist unser Körper und wir können ihn bewegen wie wir wollen. Gott, das macht mich so wütend.
    Bitte, feier deinen Körper weiter! ❤

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  16. Denk immer daran – das was die Leute da von sich geben, sagt mehr über die aus, als dass es auch nur ein kleines bisschen über dich aussagt. Diese Menschen sind im Grunde unzufrieden mit SICH und haben sich selbst nicht lieb. Das rechtfertigt ihr Verhalten keineswegs, es ist und bleibt takt – und gefühllos.
    Aber es hilft DIR vielleicht. Mach weiter das, was DIR gut tut. Denn darauf kommt es an. Menschen sind so voller Vorurteile. Wir alle können aus dieser Geschichte lernen und die Welt ein bisschen besser machen.
    Bleib so wie du bist! Du kennst dich am besten und außenstehende, die so einen Mist machen und sagen, haben gar nicht das Recht dich zu verurteilen.
    Ich find klasse, was du machst!!

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  17. Hallo Christina!
    Das hast du sehr gut geschrieben. Keiner, der sich sportlich betätigt, hat es verdient, so beleidigt und gedemütigt zu werden. Keiner dieser Couchpotatos hat das Recht, sich solche Meinungen über uns zu bilden. Ich musste mir mit Kleidergröße 44/46 auch schon paar Mal solche Sprüche anhören und zweifelte, ob ich mit dem Sport weiter mache oder nicht. Aber zum Glück bauten mich meine vielen Lauffreunde immer wieder auf und motivieren zum Weitermachen. ☺
    Lass dich nicht unterkriegen und mach bitte weiter. Du hast mit deinen Triathlonteilnahmen schon so viel erreicht, wovon ich noch immer träume (und auch als kleines Ziel habe).
    LG Dany

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  18. Liebe Christina,
    beim Lesen Deines Berichtes sind mir sehr bekannte Gefühle hochgekommen und ich musste echt heulen. Vor Wut gegenüber diesen ignoranten , selbstgefälligen Menschen, die sich offenbar größer fühlen, indem sie andere klein machen bzw. sie auf ihre vermeintliche Unzulänglichkeiten (die garantiert jeder Mensch hat) auf dämlichste Art und Weise hinweisen. Aber auch vor Scham, die eigentlich gar nicht Not täte, da man ja schließlich Großartiges geleistet hat und noch leistet, wenn man an einem Wettkampf teilnimmt. Trotzdem weiß ich genau, wie Du Dich gefühlt hast, als Dich die Kommentare der Zuschauer oder Kollegen trafen. Auch ich habe vor 2 Jahren über 30 Kg abgenommen und währenddessen mit dem Laufen begonnen. Im letzten Jahr bin ich meinen ersten HM gelaufen. Ich kann sehr gut verstehen, dass man sich nach solch zutiefst verletzenden Worten einfach nur ‚verbuddeln‘ und am liebsten alles hinschmeißen möchte. Aber vergiss BITTE NIE für wen Du das ganze tust!!!!! Vergiss NIE Deine sportlichen Anfänge und schau Dir an, bis wohin Du es geschafft hast. Diese Erfahrung können nicht viele Menschen auf ihrem Konto verbuchen. Lass Dir das BITTE nicht von solchen Idioten, die das wahrscheinlich niemals schaffen würden, kaputt machen! Mach bitte bitte weiter und steck den Kopf nicht in den Sand. Das würde die Meinung dieser Armleuchter auch nur bestätigen. Und das wäre echt blöd und sehr schade!!!
    Liebe Grüße von einer ‚Mitfühlerin‘

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  19. Liebe Rennschnecke,

    Du kannst unsagbar stolz auf dich und auf deine Leistungen sein .
    Hör nicht auf das Gerede von irgendwelchen Dummschwätzern … du bist toll!!! Mach weiter so.

    Lg Astrid

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  20. Es ist wirklich schade, dass es solche ignorante Menschen gibt.
    Egal wie schnell oder wie langsam man ist, wichtig ist, dass man etwas macht.
    Ich hoffe trotzdem, dass Du weitermachst und NIE aufgibst.
    Leider überwiegt manchmal das Schlechte. Es gibt sicherlich eine Vielzahl
    von Menschen, die Dich für Deine Leistung bewundern.

    Keep on moving

    Thomas

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  21. Echt zum kotzen, wie wenig anständige Menschen es noch gibt. Was soll der Scheiß? Da stehen irgendwelche Spacken rum, die nach nem 100m Lauf keine Luft mehr bekommen, mit ihrem IQ gerade mal ne Banane geschält bekommen und beleidigen einfach andere Menschen? Erschreckend und sehr traurig…..
    Also, vergiss diese Idioten einfach, sie sind es nicht wert, dass Du Deine Energie verschwendest um Dich drüber aufzuregen. Selbst wenn einer von denen den optimalen BMI hat, ist der wichtigste Wert leider absolut im Keller.
    Respekt und Moral
    Sollte nochmal jemand so gemein sein, zeige ihm den Effenberg und lächle wenn Du sagst: Schau in den Spiegel du Äffchen. Du bist nicht Brad Pitt! 😀

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  22. Hallo Christina!
    Dein Bericht hat mich sehr berührt. Keiner, der in irgendeiner Art und Weise Sport betreibt und etwas für sich und seine Gesundheit tut, hat es verdient, so beleidigt und gedemütigt zu werden. Keiner dieser Couchpotatos hat das Recht, sich solche Meinungen über uns zu bilden. Auch ich mit Kleidergröße 44/46 musste mir solche Sprüche während des Laufens anhören und zweifelte dann daran, ob ich überhaupt noch weiter machen soll. Aber zum Glück bauten mich meine vielen Lauffreunde wieder auf und motivieren auch heute immer wieder zum Weitermachen trotz alledem ich langsam laufe und jedesmal Gehpausen brauche. Lass dich nicht unterkriegen und mach weiter so. Du hast mit deinen Triathlonteilnahmen schon so viel erreicht, von dem ich bis jetzt nur träumen kann und insgeheim aber mal als späteres Ziel in der Jedermanns-Kategorie habe.
    LG Dany

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  23. Liebe Christina,
    Ich hab eben auf Facebook einen Post von Mandy von GoGirlRun über deinen Beitrag gelesen. Ich hatte damit gerechnet, dass deine Erfahrungen von menschlichen Abgründen handelt.
    Aber ich hätte nie, niemals mit dem hier gerechnet. Ich bin völlig sprachlos und unfassbar wütend. Und ich kann mir kaum vorstellen, wie es dir dabei geht.
    Mir ist klar dass es immer mehr Menschen gibt, die meinen sie könnten andere auf sozialen Plattformen nach Herzenslust angreifen und ihren Frust über die eigenen Unzulänglichkeiten an anderen abbauen. Und mir ist auch klar, dass Menschen im echten Leben auch zunehmend aggressiv, hilflos (und das im negativen Sinne) und zu gut deutsch asozial sind. Aber was du berichtest, löst bei mir so unglaubliche Fassungslosigkeit aus. Mir ist das einfach unbegreiflich! Und jedes Mal, wenn ich so etwas lese, wünsche ich mir, ich wäre da gewesen. Um etwas sagen zu können. Zu diesen Vollhonks. Aber auch zu dir. Dass du gut so wie du bist. Dass du gerade und zu jedem Zeitpunkt mehr kannst, mehr bist und größer bist, als all diese Vollhonks zusammen.
    Es spielt keine Rolle, dass ich dich nicht kenne, denn alleine, dass du so hart arbeitest, dass du auf dieser Strecke stehst, allein dass du ein Mensch bist, reicht aus um dich vor so etwas zu schützen. Absolut niemand sollte jemals so etwas hören.
    Aber das werden diese Vollhonks nicht verstehen. Weder dass fit an jedem anders aussieht, geschweige denn, dass sie sich wie das Allerletzte verhalten.
    Ich wünsche dir von Herzen, dass dir das den Spaß an deinem Sport und allem anderen nicht nimmt. Dass du wieder auf die Strecke gehen kannst. Dass es vielleicht beim nächsten Vollhonk auch noch andere gibt, die einschreiten. Und vor allem, dass dir so etwas nie nie nie wieder passiert.
    Alles Liebe

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  24. Hey Christina,

    Ich bin schockiert von deinem Bericht. Ich habe so oft das genaue Gegenteil erlebt, gerade im Wettkampf. Aplaus und Anfeuerung, wenn es gerade gar nicht mehr lief und richtig schwer wurde. Aufmunternde Worte von (viel) schnelleren Läufern während des Überholens, solche Momente. Im Wettkampf bin ich im Tunnel – vielleicht kommen negative Aspekte gar nicht zu mir durch. Ich gäbe unseren Sport so erlebt, dass der letzte Läufer vor Zielschluss oft mehr gefeiert wird als der erste. Ich wünsche dir die Stärke, weiter zu machen und dich alleine auf die positiven Momente zu konzentrieren. Lass die Honks nicht gewinnen.

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  25. Liebe Rennschnecke,

    wenn ich Deinen Bericht lese, geht mein Puls schlagartig hoch. Unglaublich, was es für Vollpfosten gibt. Du kannst soooooooo stolz auf Dich sein, mach bitte weiter und lass Dich von diesen Idioten nicht entmutigen.
    Ich laufe in der „turtlerunner“-Liga, trage ebenfalls eine 42 (2013 war es noch eine 48/50) und ja, auch ich habe solche Kommentare schon gehört. Aber ich denke mir dann, egal ich habe Spaß an dem was ich tue und so what, wenn ich als 4-letzte ins Ziel komme, ich habe das Rennen beendet, fühle mich gut und außerdem will ich nicht Weltrekord laufen oder bei Olympia mitmischen. Zum Teufel nochmal es ist ein Hobby für ein gesünderes, besseres Leben und damit tue ich und tust auch Du mehr als die vielen anderen, die auf der Couch sitzen und schon ins Schwitzen kommen, wenn sie nur die Sportschau schauen.

    Es ist so toll, was Du machst. Keep going!

    LG von einer turtlerunnerin :-),
    Yvonne

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  26. Das ist schön wirklich sehr sehr peinlich. Ich habe ebenfalls mit fast 100 kg mit dem Sport angefangen, war allerdings nie solchen Anfeindungen ausgesetzt. Nur soviel: Lass Dir nicht den Spaß an Deinem Sport nehmen!

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  27. Hallo,

    Ich bin durch einen Link auf diesen Artikel gestoßen (und werde jetzt dann deinen Blog auch regelmäßig lesen). Vielen Dank für deinen ehrlichen Bericht. Mir traut man meine sportliche Leistung auch häufig nicht zu, insgesamt habe ich bisher aber wesentlich mehr Glück, vor allem mit meinem direkten Umfeld, gehabt.

    Ich schäme mich geradezu für das Verhalten der Zuschauer bei deinem Triathlon. Einfach unfassbar.

    Die einzig vergleichbaren Erfahrungen habe ich im Training gemacht, also als einzelner Läufer in einer mehr oder weniger urbanen Umgebung. Je isolierter man ist, desto verletzlicher ist man irgendwie. Ich hätte mir da in deinem Fall gewünscht, wenn ein anderer Wettkampfteilnehmer etwas in Richtung Honk zurückgerufen hätte.

    Dir alles Gute, weniger Vollhonks in deinem Leben, und viel Spaß bei den weiteren sportlichen Aktivitäten.

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  28. Lass dich bitte nicht unterkriegen.
    Beleidigt zu werden tut weh, aber das tut Training und Wettkampf auch. Ich hatte letztens auf dem Nürburgring, Rad am Ring, noch großen Respekt vor einer Dame mit Rubensidealmaßen die sich die Hohe Acht hochkämpfte und ich habe sie später kurz vor Start/Ziel wiedergesehen und ihr gratuliert. Ich denke sie wird auch Häme erlebt haben, aber die Positiven Dinge sind wichtiger und wiegen schwerer als Schlechtes.
    Die dunkle Seite der Macht wird immer verlieren.

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  29. Hallo Rennschnecke!
    Ich hoffe, all die Kommentare haben dich schon wieder aufgebaut. 👍Mach nicht den gleichen Fehler wie ich: Ich hatte schon immer mit dem Gewicht zu kämpfen. Mit 16 wollte ich dem ein Ende bereiten und fing an zu laufen. Ich lief extra erst abends im Dunkeln. Doch auch da liefen mir Vollpfosten entgegen, die mich mit ihren fiesen Bemerkungen zum Aufgeben brachten.
    Ich habe wertvolle Jahre verschenkt. Erst mit Mitte 30 habe ich wieder mit Laufen angefangen. Heute mit fast 50 habe ich endlich die Figur, die ich immer wollte. Ich mache auch Triathlon und habe größten Respekt vor den Triathleten, die mehr “ Masse“ bewegen müssen und mich häufig trotzdem überholen.
    Also, gebe nicht auf! Viel Erfolg für deine weiteren Wettkämpfe!
    LG Anett

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  30. Danke, dass Du das geteilt hast.
    Ich bin selbst Läufer und laufe auch gerne mal einen Wettkampf, weil ich die Stimmung an der Strecke immer so toll finde. Die Menschen feuern einen an man bekommt das Gefühl, sie wüssten was der Unterschied zwischen 6:30 Minuten und 06:00 Minuten pro Kilometer bedeutet.

    Ich verstehe nicht, wieso diese Menschen, denen Du dort begegnet bist, überhaupt an der Strecke waren. Egal, wie schnell man unterwegs ist, ist es immer eine Anstrengung einen Wettkampf zu absolvieren und alleine diese Tatsache sollte schon honoriert werden — mindestens mit entsprechendem Respekt.
    Man denke nur mal an den Schwimmer der diesjährigen Olympiade — ja, er war langsam, ja er hatte keine Chance zu gewinnen und landete mit großem Abstand auf dem letzten Platz. Aber hey, er ist bei Olympia angetreten! Und das verdient schon großen Respekt.

    Ich finde, dass Du sehr tapfer reagiert hast. In so einem Moment die Fassung zu wahren und einfach weiterzumachen erfordert viel Kraft. Du kannst stolz auf Dich sein!

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  31. Hallo liebe Rennschnecke,
    Zuerst einmal: Ich habe den allergrößten Respekt vor deinen Leistungen! Zwar bin ich selbst auch schon Marathon gelaufen, aber an einen Triathlon würde ich mich nie heranwagen. Dazu musst du schon richtig vielseitig sportlich aktiv sein und das beweist ja auch, wie fit du wirklich bist!
    Deine Geschichte hat mich gerade richtig berührt und ich finde deren Verhalten so traurig. Wenn ich bei einem Wettkampf nicht selbst teilnehme sondern am Rand stehe, dann warte ich auch bis zum allerletzten Teilnehmer und feuere jeden einzelnen für ihre starke Leistung an. Lass dich von diesen Idioten nicht unterkriegen! Jeder Schwimmzug, jeder Tritt in die Pedale und jeder Schritt, den du machst ist so viel mehr als die da am Rand gerade machen. Aber das wichtigste ist, dass es dir gut tut und Spaß macht, wenn du sportelst. Mach bitte weiter!
    Alles Gute und hoffentlich viel mehr schöne Erfahrungen

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  32. Hallo Rennschnecke!
    Wie du schon sagtest und richtig erkannt hast, DAS SIND VOLLHONKS!!!
    Lass dich bitte bloß nicht von solchen Schwachmaten entmutigen und runterziehen! Die bestimmen nicht dein Leben. Das bist allein du!
    Versuche es mit Schwarzem Humor und Ironie zu nehmen, sei stark und steh drüber!
    Ich Handhabe das so und das würde ich dir auch empfehlen: Bewußt die Leute anlächeln, königlich winken und sehr übertrieben freundlich BEDANKEN!!! Das gibt dir ein unglaubliches Gefühl von Souveränität da du über solchen Kleingeistern stehst und gibt dir zusätzlich einen Motivationsschub! Versuch es mal. Du hast trainiert und nur du weißt was du kannst!
    Alles Gute weiterhin. Viele Erfolge und das Wichtigste:
    Keep on going!!

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  33. Liebes Rennpferd,
    Ich mach mit Menschen, die 15-40kg zuviel haben Sport, damit es weniger wird. Mein liebster Kurs. Als ich damit angefangen habe, wusste ja, dass getuschel gibt, aber nicht wieviel. Gibt es. Und ist maximal Scheinst.
    Und wenn da mal wieder ein „Guck Dir mal die schwitzenden Speckschwarten“ kommt, kommt halt ein „… Und du bewegst dich vermutlich garniert zurück. “ Leitspruch für meine Teilnehmer ist: „Besser als auf dem Sofa!“ Liebes Rennpferd, weiter machen. Du bist richtig, die anderen sind falsch. Und viel Erfolg weiterhin.
    Miriam, B-Lizenz Trainerin Lauf und Prävention.

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  34. Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst, aber gib bitte nicht auf. Es ist richtig schlimm, dass solche Menschen Dich in ein solches Loch fallen lassen, denn Du bist doch Sportler, ein fröhlicher Mensch und stark (so habe ich das auf Deinem Instagram-Profil heraus gelesen)! Lass Dich bitte nicht aufhalten – nein, nicht von dummen Menschen. Ich selbst ziehe den Hut, vor Dir und vor jedem, der seinen Popo vom Sofa erhebt. Weißt Du, was es bedeutet, nen Triathlon zu absolvieren? Ich nicht, hab mich noch nie getraut. Du schon, denn Du bist mutig und stark !!! Kopf hoch, Du weißt doch, die Krone fällt sonst. Wir kennen uns nicht, aber Deine olle Geschichte hat mich berührt und ich drück Dich von Herzen.

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  35. Hallo Christina,
    super Artikel! Ich weiss aus eigener Erfahrung ganz genau, wie Du Dich fühlst. Auch wenn man noch so gut weiss, dass diese Leute Vollidioten sind, so ist es doch extrem schwer, solche Kommentare nicht an sich herankommen zu lassen. Das geht einem manchmal monatelang nach.
    Es ist gut, das Thema öffentlich zu machen – es müsste schon im Schulsport mehr dafür getan werden, dass gerade Schüler, die nicht superschlank und supersportlich sind, zu mehr Bewegung ermutigt werden.
    Wer weiss wie viele Menschen eigentlich gerne Sport treiben würden und sich nicht trauen, weil sie nicht der Norm entsprechen.
    Lass Dich nicht entmutigen und mach weiter! Und lass Dir nicht von ein paar Dummschätzern den Spaß an Deinem Hobby verderben.

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  36. Liebe Christina,

    ich möchte Dir auch unbedingt Mut machen, Dich von solchen Vollhonks nicht unterkriegen und Dir den Spaß am Sport nicht nehmen zu lassen.

    Die Äußerungen und Reaktionen, die Du beschreibst, sind in ihrer verletzenden Dreistigkeit extrem schockierend — und zugleich völlig „normal“, also leider keine Seltenheit. Ich verstehe einfach nicht, warum die Leute nicht kapieren, wie sehr sie anderen damit weh tun.

    Für mich war der Sport-Unterricht in der Schule aus ähnlichen Gründen auch der blanke Horror. Mir war damals vor den Sport-Stunden oft regelrecht übel vor Angst. Besonders ein Lehrer hat eigentlich selten mal das Wort an mich gerichtet ohne die Begriffe „klein, dick und hässlich“ zu benutzen. Es hat ca. 30 Jahre gedauert, bis ich Spaß an Bewegung entwickeln konnte, und jetzt bin ich sehr froh, dass ich dem Training noch mal eine Chance gegeben habe.

    Mich nervt auch die falsche Gleichsetzung von Schlankheit mit Sportlichkeit und Gesundheit. Auch die immer gleichen ach so vorbildlichen Transformationen von „dick und plump“ hin zu „schlank und fit“ langweilen mich eher.
    Hab auch mal ein bisschen was dazu geschrieben:
    https://filigranesgeflecht.wordpress.com/2016/05/29/vorher-nachher/

    Also, lass es Dir gut gehen und mach sportlich weiter!

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  37. Liebe Christina,
    wir kennen uns nicht persönlich – Dein Rennbericht ist aber x-mal geteilt und überall auf Facebook in ganz vielen Triathlonforen unterwegs. So bin ich darauf gestossen.

    Du siehst daran, welche riesige und gewaltige Reaktion Dein Bericht ausgelöst hat. Und als professionell tätige Sportpsychologin möchte ich Dir sagen: Mach das nicht! Mach keine Schoki-Pause! Mach weiter mit Deinem Training und zwar sofort. Das ist wie nach einem Autounfall: Am hilfreichsten ist sofort in ein Auto zu steigen und weiter zu fahren. Jetzt eine Pause ist ganz ganz schlecht.

    Die Facebook-Triathlon-Szene (und die ist nicht gerade klein) teilt gerade hundertfach Deinen Rennbericht: Du bist eine von uns. Und Du weißt, was da gilt?!: „Aufgeben ist keine Option! Der Schmerz geht, aber aufgeben bleibt für immer!“

    Also: Zieh gefälligst Deine Laufschuhe an, schnapp Dir Dein Rad und Deine Schwimmbrille und hör auf zu jammern (*LiebGemeint!!!) Morgen ist Training!

    Und ich freue mich darauf, Dich bei einem Wettkampf demnächst persönlich zu treffen! Dir gehört mein Respekt. Mein Vorbild, die Weltklasseathletin Chrissie Wellington hat in Hawaii im Zielbereich immer auf die Letzten gewartet und Ihnen höchstpersönlich die Medaille umgehängt. Auf die Frage eines Reporters, warum sie das macht, hat sie geantwortet, dass sie bloß 9 Stunden leiden musste und allergrößten Respekt vor den Langsamen gat, die 16 Stunden gelitten haben und deshalb viel größer sind als sie. Merk Dir das gut!!

    Liebe Grüße Dagmar Anuth

    P.S.: Ich bin schlank, aber in der AK 55 und deshalb immer eher ganz hinten im WK-Feld. Beim letzten Bonn- Marathon hat mich so ein Fetti von den Zuschauern auf den letzten 2 km abfällig kommentiert: „Mann bist du lahm, die richtig Guten sind hier schon seit Stunden durch.“ Der Neid ist halt mit den Besitzlosen!!!

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  38. LassE 😃 sich bitte NIEMAND von solchen dümmlichen vollhonks entmutigen…
    Dumm dümmer am dümmsten=vollhonks…
    Ich find dich und alle die einfach weiter ihren Weg gehen ohne sich von vollhonkkommentaren beeinflussen zu lassen PERFEKT 😃👫👬👭💖👍💞🐣🐳🐬🌹

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  39. Hallo Rennschnecke,

    ich hab deinen Bericht durch Zufall auf FB entdeckt. Freunde haben Kommentare da gelassen und ich hab dir ebenfalls einen positiven POST hinterlassen!

    Ich bin über das Benehmen dieser Spacken zu tiefst empört! Sie versuchen einem den Spass am Sport zu nehmen und sind zumeist selbst die Pantoffelhelden der Nation!
    Jeder Sportler der an irgendwelchen Wettkämpfen teilnimmt, hat Respekt verdient und dabei spielen Aussehen und Gewicht überhaupt keine Rolle!

    Ich selbst fahr MtB, auch Rennen und einige aus meinem Freundeskreis haben auch ein bisschen Hüftgold auf den Rippen! Dadurch sind sie aber keine schlechteren Menschen oder weniger sportlich! Eher ganz im Gegenteil, ich erlebe sie meist deutlich ehrgeiziger und zielstrebiger, als so manchen der steht´s seinen Adoniskörper präsentieren will!
    Beim Badminton erlebe ich oft ähnliches.

    Bei einer Einführungsrunde vor einem Rennen im letzten Jahr, die Ich mit einem meiner korpulenteren Freunde machte, erlebte ich eine ähnliche Situation! Wir fuhren einen Berg hoch, ich war etwas schneller oben und wartete auf ihn, als er von so einem Volldepp wegen seines Gewichtes beleidigt wurde. Als er oben war, lachte er und rief dem Depp folgendes zu: „Ich bin Dick und du bist hässlich, ich kann abnehmen und was kannst du?!“
    Ich hab vor lachen fast in Lenker gebissen :D!!! Darauf hin klatschten andere Zuschauer Beifall und lachten den Depp aus!

    Oft ist es nur der blanke Neid, der aus den Leuten spricht. Lass dich nicht von solchen Idioten runterziehen und mach dein Ding einfach weiter. Vergiss nie, Freunde sucht man sich aus, Bekannte und Arbeitskollegen hat man. Halt dich an andere Sportler und Freunde, wir sind eine große Gilde ;-), und halten stets zusammen.

    Also, mach weiter so, den Kopf immer hoch und nach vorne gerichtet 😉 😀

    Liebe Grüße Matthias Erz

    P.S. Ich bin zwar erst Mitte 30, hab Idealgewicht mache sehr viel Sport und arbeite in einem körperlich anstrengenden Beruf, aber wenn es dich beruhigt, meine Arbeitskollegen drücken mir ständig Sprüche und reden hinter meinem Rücken. Auch ich muss mir einiges anhören ;-), aber es ist mir inzwischen egal!

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  40. Oh Mann… vielleicht kannst Du demnächst kontern mit „Das tolle ist, dass ich abnehmen kann, wenn ich das möchte, aber Arschloch bleibt Arschloch“ Nimm statt „Arschloch“ halt ein Schimpfwort Deiner Wahl, wenn’s Dir zu krass ist. Andererseits: Für so ’nen Idioten stehenzubleiben ist es vermutlich einfach nicht wert.

    Übrigens: Ich fände es ja super, wenn es bei solchen Wettkämpfen auch eine, äh, gewichtete Zeit gäbe (z.B. absolute Zeit geteilt durch BMI), natürlich außer Konkurrenz. Das würde vielleicht mal besser zeigen, was man leistet. Ich würde selbst auch davon profitieren 😉

    Ansonsten: Mund abputzen, weitermachen.

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