Treppchen verpasst

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Das hätte mein Platz sein können 😉

Tja, so war das gestern, beim 24. Stutensee Triathlon. Spontan hatte ich beschlossen, meinen ersten Triathlon nicht nächste Woche in Rheinstetten zu machen, sondern am 10. Juli in Stutensee. 500m Schwimmen, 20km Rad, 5km Laufen. Zugegeben, so ganz spontan war das nicht: ich war schon seit zwei Wochen angemeldet, wollte aber nichts an die große Glocke hängen.

Wie es lief, ob ich tatsächlich das Treppchen verpasste und warum man auch am Ende des Feldes enorm viel Spaß haben kann – dranbleiben!

Schon am Samstag begann die fünfte Disziplin (die vierte ist ja der gemeine Wechsel an sich): Wechselbeutel packen. Laufschuhe, Cap, Socken, Helm, Radschuhe, Schwimmbrille und – kappe, Rad. Ja, das Rad. Meine Angstdisziplin, auch beim Packen. Da Freund Triathlet und ich beide keine Limousinen fahren oder einen Radträger besitzen, mussten wir mit beiden Autos anreisen. Ich fahre übrigens einen schnittigen Nissan Micra, 15 Jahre alt, genannt „Ferrari“, da rot. Und größer als gedacht, denn das Radl ging ohne Probleme ins Auto. Sehr schön.

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Mit Sack, Wechselpack, Rad und Sonnenschein ging es also hoch zwei nach Stutensee. Geparkt an Wechselzone 2, nochmal umgeparkt, da die Meinungen der Organisatoren auseinander gingen, wer wann wo wie lange stehen darf. Dann noch schnell die Wechselzone 2 eingerichtet (Laufschuhe hingestellt, das sollte doch nicht so schwer sein…) und dann ging es mit anderen Triathleten gemeinsam zum Baggersee im Industriegebiet.

Auch dort wurde dann die Wechselzone 1 eingerichtet, Rad, Radschuhe, Helm, Socken – was man halt als Triathlet to be so braucht. Auffallend, welche Materialschlacht bei solchen Veranstaltungen stattfindet. Mein Haus, mein Boot, mein Triathlonrad. Dabei ist der Triathlet an sich sehr freundlich, nett und hilfsbereit.

Kurz vor 10 ging es an den See zur Wettkampfbesprechung und wir machten uns bereit für die 500m Schwimmen. Der Startschuss fiel. Eigentlich keine Angstdisziplin musste ich dennoch zwischenzeitlich aufs Brustschwimmen wechseln, ich hatte etwas Probleme mit der Orientierung und konnte, da ich vorher fast ausschließlich im Hallenbad unterwegs war, die Distanz und den dafür benötigten Aufwand nicht ganz so gut einschätzen. Ausbaufähig, aber anderthalb Minuten schneller als anvisiert.

Danach ging es auf das Rad und nur darum, sturz- und vor allem angstfrei mit einigermaßen Spaß über die Radstrecke zu kommen. Hat geklappt! Ich wurde nicht überholt und habe niemanden überholt. Die Oberschenkel brannten, aber so soll es ja sein. Ich war nicht so schnell wie der Rest des Feldes, aber schneller als ich je selbst geradelt bin. Positives Fazit: beim nächsten Triathlon hab ich auch auf dem Radl mehr Selbstvertrauen, verschalten kann ich und am Ende des Feldes hat man zumindest keine Probleme mit dem Windschattenverbot 😉

Die Radrunde ging schnell und gut vorbei, ich rollte bis zur Abstiegsmarke an die Wechselzone 2, ab in die Laufschuhe, Helm am Rad (wäre ja auch super peinlich gewesen, wenn ich mit dem los gelaufen wäre), mich kurz gefragt, warum ich das mache und los ging es. Koppeltraining sei Dank fühlten sich meine Beine nicht ganz so katastrophal an wie gedacht. Der Puls war weit unten, weit entfernt von Wettkampf, aber heute wollte ich nicht schnell sein, mich nicht komplett verausgaben, sondern Spaß haben, dabei sein, alles mitnehmen, was ging.

Da die Wechselzone 2 verlegt wurde, war die Laufstrecke knapp 6km statt 5, aber das machte nichts, es gab 2 Versorgungsstationen und viele Zuschauer, die alle Triathleten auf der Strecke gleichermaßen anfeuerten.

Der Zieleinlauf war genauso grandios wie die gesamte Veranstaltung. Der nette Herr, der uns zu Beginn der Veranstaltung die Parkplätze zuwies, hatte mir versprochen, zu bleiben, bis ich im Ziel war. Das Versprechen hielt er – er war der Sprecher, der jeden Starter im Ziel begrüßte. Freund Triathlet wartete auch schon auf mich und wir stärkten uns mit Lyonerweck und Salat.

Anscheinend blieben wir aber nicht lange genug. Als am Abend die Resultate im Internet zugänglich waren, sah ich doch tatsächlich eine „3“ neben meinem Namen. AK 30, Platz 3. Von drei Teilnehmerinnen – aber wen juckt das 😉

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Der Beweis 🙂

Da hab ich doch tatsächlich das Treppchen verpasst – zeitlich gesehen 😉

Alles in Allem war der 24. Stutensee Triathlon eine tolle Veranstaltung, perfekt für meinen ersten Triathlon, ich habe mich super aufgehoben und absolut wohl gefühlt und ich hoffe, dass die Eindrücke bei meinem nächsten Triathlon genauso positiv sind.

Und wer wissen möchte, wie sich das Ganze aus Sicht eines schnelleren Triathleten so macht, der lese bei Freund Triathlet nach: KLICK MICH.

 

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Verfasst von

Rennschnecke und Historikerin aus Leidenschaft 5k - HM & Triathlon Newbie

4 Kommentare zu „Treppchen verpasst

    1. Das schaffst du!!
      Ich hab mich quasi gezwungen, entspannt zu sein indem ich mich völlig frei gemacht hab von irgendwelchen Zeitvorgaben und versucht habe, jede Disziplin für sich zu sehen.
      Am Sonntag steht schon die nächste Sprintdistanz an und natürlich bin ich wieder ganz groß im Katastrophen ausmalen 😁
      Gute Vorbereitung wünsch ich dir, die Daumen sind gedrückt 😊

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