Testbericht Brooks Ariel 14

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Die Marke Brooks ist in Läuferkreisen wohlbekannt, ich hatte Gelegenheit einen Schuh aus der Cushion/Support-Kategorie des Herstellers zu testen: den Brooks Ariel 14.

Was sagt Brooks über den Schuh?

Auf der Homepage des Herstellers heißt es:

„Diesem Schuh kann nichts und niemand etwas anhaben. Der Women’s Ariel ’14 steht für maximale Stabilität mit unglaublich weicher Dämpfung im Unterfußbereich – so viel Unterstützung bietet dir kein anderer unserer Schuhe. Die DNA-Mittelsohle passt sich beim Laufen dynamisch an, während die Extended Progressive Diagonal Rollbar deinen Körper auf seiner Ideallinie hält. Das feuchtigkeitsregulierende Mesh-Upper hält deine Füße kühl und trocken. Die weiche Innensohle umschließt deinen Fuß und sorgt für hervorragenden Tragekomfort[…]“

Kann der Schuh das halten? Oder zumindest mich? 😉 Im Folgenden mein Bericht über meine Kilometer mit dem Ariel.

Meine Eindrücke

„Wie auf Schienen“ – so war mein erster Eindruck, als ich in den Brooks Ariel 14 schlüpfte und eine erste kurze Runde gedreht hatte.

Zu Beginn meiner „Läuferkarriere“ wurde mir von einem Verkäufer schon einmal ein Brooks ans Herz (oder die Füße) gelegt – leider weiß ich nicht mehr, um welches Modell es sich dabei handelte. Ich hatte damals spontan kein gutes Gefühl, mein Fuß schien eingeengt. Als ich den Ariel anhatte, wurde mir klar, wieso: der Schuh damals war schlicht und ergreifend zu klein. In Straßenschuhen trage ich Größe 41, zu Beginn kaufte ich Laufschuhe, da es mir so empfohlen wurde, lediglich eine Nummer größer. Erst mit zunehmender Distanz wurde daraus eine 42,5. Der Brooks Ariel sitzt am Mittelfuß recht schmal, so dass anderthalb Größen mehr definitiv notwendig sind. Die Zehenbox bietet genug Platz, die Fersenkappe hat eine angenehme Höhe und sorgt für weitere Stabilität, zusätzlich zur Pronationsstütze unter dem Fuß. Während meiner Läufe hat es nirgends gezwackt, ich hatte keine Druckstellen und ähnliches. Lediglich aufgrund des schmalen Sitzes am Mittelfuß musste ich links (mein linker Fuß ist der minimal Größere) während der ersten beiden Läufe noch mal nachschnüren. Die Sohle macht einen guten Eindruck, man hat guten Grip auch auf nassen Passagen und Waldboden, ein Trailschuh ist der Ariel natürlich nicht. Das Obermaterial ist luftdurchlässig und gut verarbeitet, ich hatte keinerlei Scheuerstellen durch zu grobe Nähte oder ähnliches.

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Spontan fiel mir die gute Dämpfung sowie die starke Pronationsstütze auf, die auch auf den Bildern gut zu erkennen ist. Diese Stütze ist wohl auch der Grund für meinen Eindruck, „wie auf Schienen“ zu laufen. Bleibt man bei diesem Bild, könnte man meinen, die Schienen bzw. die Stütze hätten meinen Füßen die Bewegung vorgegeben, ich hatte eher das Gefühl, dass meine Bewegung bei Laufen nicht eingeschränkt, sondern in dem gerade notwendigen Maß unterstützt wurde. Ich lief den Brooks Ariel auch in der Regenerationszeit nach dem Mannheimer Halbmarathon und ich konnte feststellen, dass der Ariel auch bei Läufen, bei denen die eigene Muskulatur noch etwas müde ist, gute Unterstützung bietet. Die Brooks-Technologie der DNA-Mittelsohle, die sich dem Fuß und dem Laufstil anpasst, hat sich bei mir vielleicht dadurch bemerkbar gemacht, dass ich trotz der guten Dämpfung nicht das Gefühl hatte, wie auf Kaugummi zu laufen, was für mich ein absoluter Pluspunkt ist. Die Dämpfung war da, aber sie hielt sich angenehm im Hintergrund. Hört sich komisch an, ist aber so 😉

Der Ariel 14 ist ein stabiler, zuverlässiger Begleiter auf längeren Läufen, auch Tempoläufe (nicht im höchsten Gang) sowie Steigerungsläufe absolvierte ich mit dem Modell. Für schnellere Läufe und Intervalle etwa im Bereich eines 5km-Wettkampf-Tempos ist der Ariel 14 meines Erachtens nicht geeignet und auch nicht konzipiert. So würde ich für schnellere Intervalle und Wettkämpfe einen leichteren und flexibleren Schuh bevorzugen. Da mich Technologie und Passform, vor allem aber das Laufgefühl, überzeugt haben, kann ich mir durchaus vorstellen, dass ich auch hier mal auf ein Brooks-Modell zurück greifen werde.

Wem würde ich den Brooks Ariel 14 empfehlen?

  • schweren (und/oder großen) Läufern
  • starken Überpronieren
  • Läufern auf der Suche nach einer guten Dämpfung und Stabilität sind, weil sie beispielsweise lieber längere als kürzere Strecken laufen oder aus medizinsichen Gründen auf der Suche nach einem Schuh mit guter Dämpfung sind
  • überpronierenden Laufeinsteigern, die keine spezifische Wettkampfvorbereitung vor sich haben und einen zuverlässigen Schuh suchen
  • Frauen. Männer sollten zum Beast greifen, der Männer-Version des Modells 😉

Ein Fazit in Schlagworten

Sehr gute Dämpfung, sehr gute Stabilität, dadurch aber weniger für die ganz kurzen und knackigen Läufe geeignet.

Der Ariel hat eine Sprengung von 12mm und wiegt 340g.

Zur Lebensdauer des Schuhs kann ich natürlich noch nichts sagen, der Ariel 14 macht allerdings einen guten Eindruck auch in Hinblick auf das Material und dessen Haltbarkeit, ich werde zu gegebener Zeit darüber berichten. Da der diesjährige Sommer alles andere als legendär ist, musste der Brooks schon durch so einige Schauer und Matschwege und es hat weder dem Obermaterial noch der Sohle geschadet.

Getestet habe ich den Brooks Ariel 14 auf ca. 67km, während ich Tempoläufe und langsame Läufe absolvierte, auf meinen Hausstrecken im Karlsruher Hardtwald auf Straßen, verschieden geteerten Wegen, Waldböden und Trampelpfaden entlang des Pfinz-Entlastungskanals.

Der Brooks Ariel 14 wurde mir von Brooks auf Anfrage meinerseits zur Verfügung gestellt. Dies hat keinerlei Einfluss auf meinen Testbericht. 

 

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Veröffentlicht von

Rennschnecke und Historikerin aus Leidenschaft 5k - HM & Triathlon Newbie

One thought on “Testbericht Brooks Ariel 14

  1. Vielen dank für die tollen Informationen über den Schuh. Bin immer wieder auf der suche nach gemütlichen Schuhe. Ich leide leider unter Spreizfüßen und Hallux Valgus, ich bin damit total unglücklich da ich nie die passenden Schuhe finde und ich noch so jung bin (22).

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