Samstags in Karlsruhe…

…stand ein 18-19km langsamer langer Lauf auf dem Trainingsplan. Eigentlich. Doch dann passierte etwas, auf das ich schon lange hingearbeitet und gewartet habe. Trainingsläufe möchte ich eigentlich nicht vorstellen auf diesem Blog, doch dieser ist so besonders für mich, dass ich dennoch darüber berichten möchte.

 

Die Distanz 21,1 zu schaffen stand bei den Veranstaltungen in Karlsruhe und Freiburg im Vordergrund, obwohl ich mir natürlich auch eine Zielzeit gesetzt hatte. Doch für den Halbmarathon in Mannheim habe ich das erste Mal nach einem Trainingsplan trainiert. Kerneinheiten in diesem sind ein Intervalltraining sowie ein langer Lauf am Wochenende. Und eben jener stand gestern nun an.

Diesen langen Lauf beginne ich immer nach Puls. Das bedeutet ich kontrolliere ab und an, ob ich im GA1-Bereich laufe, und nicht die Zeit, nach 1-2 km habe ich dann aber auch ein Gefühl für das Pace, das ich in dem Bereich halten kann. Als Strecke hatte ich mir eine Runde im Hardtwald ausgesucht.

Nun ging es also los. In Neureut-Kirchfeld lief ich in den Hardtwald hinein, es ging die Linkenheimer Allee hoch bis zum Pfinz-Entlastungskanal. Ich war deutlich im GA1-Bereich und konnte dabei ein Pace von ca. 8:35 min/km halten. Etwas langsamer wurde es entlang des Kanals, aufgrund gesperrter Brücken konnte ich nicht in den Wald hinein laufen, sondern blieb auf dem Pfad entlang des Kanals, bis ich die Friedrichstaler Allee erreicht hatte. Dies war etwa bei KM 9 und immer noch einem gediegenen GA1-Pace. In Vorbereitung auf den HM in Mannheim hatte ich ein Gel sowie eine Trinkflasche dabei, um das Gel zu testen (die Trinkflasche ist bei langen Läufen immer mein Begleiter). Das Gel nahm ich nach KM 11 ein, zu diesem Zeitpunkt war ich von der Friedrichstaler auf die Grabener Allee eingebogen und hatte das Wasserwerk passiert. Ich hatte geplant, nach Einnahme des Gels 2-3km etwas anzuziehen um zu sehen, wie ich auf das Gel reagiere. Ich steigerte das Tempo zusehends, es lief wie am Schnürchen und ein Blick auf meine Polar zeigte mir, dass ich dennoch nur 1-2 Schläge über GA1 lag, also behielt ich das Tempo bei. Ich lief in Richtung Schloss die Grabener Allee entlag, bog am Kanalweg ab und kam so wieder auf die Linkenheimer Allee, die ich in Richtung Norden lief. Den Bocksdornweg nahm ich, von hier aus waren es eigentlich nur ca. 1 km nach Hause. Eigentlich. An der Ampel an der Stadteinfahrt angekommen, entschied ich, dass ich die 21,1 km noch voll machen wollte und hing meine Anfänger-Schleife von 2,8 km zwischen Neureut und Eggenstein noch daran. Vor unserer Haustüre angelang stoppte ich meine Polar bei 21.23km und 2:52:46. Endlich. Unter. Drei. Stunden. Im Schneckentempo zum Halbmarathon. Trotz des Steigerungslaufes am Ende konnte ich was den Puls anbelangt den GA1-Schnitt halten. Egal welches Tempo, so einen Lauf hat man nicht oft, ich hoffe einfach, dass ich es in Mannheim auch im Wettkampf zeigen kann. Dort werde ich ähnlich angehen und hoffen, dass ich auch ähnlich zu Ende laufen kann. So oder so, ich weiß jetzt, dass ich diese Leistung abliefern kann, und das macht mich stolz 🙂

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Verfasst von

Rennschnecke und Historikerin aus Leidenschaft 5k - HM & Triathlon Newbie

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