Was bisher geschah…

Alles fing an, als mein Freund Anfang 2014 anfing zu laufen, und ich merkte, wie schnell bei ihm die Pfunde purzelten. Angefangen hat bei mir das Laufen auf einer 2,8 km Runde nördlich von Karlsruhe. Ich war anfangs stolz wie Bolle das zu schaffen! Die Distanzen wurden länger, die Zeiten schneller (????), die Ziele konkreter. Anfang 2015 wollte ich meinen ersten Volkslauf finishen – und das nicht als Letzte! Geplant war hierfür eigentlich der Neureuter Volkslauf, allerdings machte mich mein Freund auf den Rissnert-Lauf aufmerksam (Volkslauf über 15 km und 5 km), also nahm ich spontan daran teil. Am 5km-Lauf, unnötig zu erwähnen 😉 Da es hier auch eine Kategorie für Walker gab, hoffte ich, am Ende des Feldes nicht komplett alleine zu sein…Ich war langsam, aber ich wurde nicht Letzte.

Danach hatte ich Blut geleckt (oder Schweiß – schwitzen Rennschnecken überhaupt??) und wie geplant war ich beim Neureuter Volkslauf dabei. Wieder wurde ich nicht Letzte (immer das große Ziel!) und ich schaffte die 5 km in zweieinhalb Minuten schneller als beim ersten Lauf. Rennschnecken-Rekord!!

Selbst im Urlaub in den USA (Tour durch die Staaten New York und New Jersey) kam das Laufen nicht zu kurz und wir nahmen am Kenny Weyland Memorial Run in Ventnor City, New Jersey teil. Marcus lief über die 10km, ich den 5km-Lauf. Es war hart: 2 Wochen davor nur im Auto gesessen, gehikt, Fast Food konsumiert und dann über einen flirrenden amerikanischen Boardwalk flitzen. Es ging gut, es war klasse und ein absolutes Erebnis mit ca. 700 Amerikanern am Memorial Day an einem Lauf teilzunehmen. Wir waren die absoluten Stars (hust), ich hatte schon im Vorfeld mit dem Organisator Kontakt und so wusste jeder, dass wir extra aus Germany einge-flight waren, um das Race zu racen. Der Wahnsinn!!

Daneben blieb aber noch Zeit, um auch gemütlich laufend die USA zu erkunden:

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Joggingrunde am Niagara River

Die zweite Jahreshälfte stand im Zeichen meines ersten Halbmarathons. Da wir, aus welchen Gründen auch immer, kein 10er Rennen fanden, nahm ich zur Vorbereitung an der zweiten Bergdorfmeile teil…Oh weh, oh weh. Dieses Mantra summte ich angesichts der vielen „Bergziegen“ vor dem Start unablässig vor mich hin. 8,8889 km durch die Bergdörfer nahe Ettlingen, 300 Höhenmeter und ich mittendrin. Es war ein heißer, sonniger Freitagabend im Juli – ich kämpfte, ich überlebte und ich wurde nicht Letzte! Es war hart, wirklich hart, aber eine tolle Veranstaltung.

Am 20.9.2015 war es dann soweit und ich stand an der Startlinie (ok: am Ende des zweiten Startblocks…) des Halbmarathons in Karlsruhe. Schon bei Km 4 merkte ich, dass mein linker Oberschenkel nicht so wollte wie ich. Zudem gab es auch noch eine recht unfreundliche Dame des Ordnungsamtes, die die Rennschnecken am Ende des Feldes immer wieder aufforderte schneller zu laufen. Verständlich, waren doch Straßen gesperrt, dennoch lagen ich sowie die Läufer in meinem Umfeld deutlich schneller als die vom Veranstalter ausgegebene langsamste Zeit. Nun denn, der Besenwagen hatte keinen Bock mehr, die Rot-Kreuz-Wagen auch nicht, Wasser schnorrten wir uns bei Anwohnern, ich hatte keinen Plan, wohin (einen Dank hier an den ältesten Teilnehmer im Feld, der uns stoisch seinen Weg laufend mitzog) – aber ich kam an! Fertig, k.o., müde, mit schmerzenden Beinen und auf den letzten Metern fast heulend. But I did it! Aus dem Leben einer Rennschnecke! Es war hart, aber es hat mir nicht den Spaß daran genommen, es nochmal zu versuchen!

Am Ende des Jahres standen noch Klassiker wie der Stadtwerkelauf in Karlsruhe, der Schlossparklauf, der Hardtwaldlauf, die Winterlaufserie in Rheinzabern (hier lief ich den 10 km-Lauf mit) an.

Das Jahr finishte ich mit einem Trainingshalbmarathon, der 15 Minuten schneller war, weniger schmerzte, und viel entspannter war als der erste Versuch 😉

 

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Verfasst von

Rennschnecke und Historikerin aus Leidenschaft 5k - HM & Triathlon Newbie

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